MAK
Jahresbericht 
des 
k. k. Oesterr. Museums für Kunst und Industrie 
für 1876. 
1. 
Besuch und Benirtzung des Museums. 
Die Sammlungen des Museums wurden imJahre 1876 von x58_ot6, die Bibliothek 
van 11.65:, die Vorlesungen von 3570 Personen besucht; zusammen 173.237. Ein Ein- 
trittsgeld zahlten 906 Personen. 
Seit seiner Gründu biezum letzten Dccember 1876 zählte das Museum t.6ig,5t8 
Besucher, darunter tt2.86 zahlende; seit Eröffnung des eigenen Gebäudes beträgt die 
Frequenz 832.695 Personen. 
Die WeihnachtslAusstellung, welche am G. Januar 1876 geschlossen wurde, 
hatte einen in Anbetracht derZeitverhaltnisse so günstigen Erfolg, dass die Veranstaltung 
einer solchen auch für den Winter t876f77 angezeigt erschi n. Die Betheiligung an der- 
selben war noch lebhafter als im vergangenen Jahre. Der atalog zahlte t46 Austeller; 
unter den Gegenständen befanden sich nicht wenige, welche bereits auf der Ausstellung 
in München gewesen waren, doch auch vieles Neue. Die Jury erkannte 26 Ausstellern ein 
Anerkennungsdiplom zu, richtete an lO Aussteller, welche bereits auf einer der früheren 
Weihnachts-Ausstellungen das Diplom erhalten hatten, ein Anerkennungsschrclben und 
verlieh 3 Zoglingen der Kunstgewerbeschule eine Medaille. Auch war diese Ausstellung 
noch zahlreicher besucht als die früheren und es wurde viel gekauft. 
Groeses Interesse erregten auch die im März veranstalteten beiden Spezial-Ausstel- 
lungen. nämlich die von Herrn Architekten Schmoranz geleitete historische Ausstellung 
des islsmitischen Orients (Saal lX und Vtvrlesessal), umfassend Aufnahmen von Cultus- 
und Profanbeuten der europäischen und asiatischen Türkei, Aegyptens, Algeriens,-Spaniens 
und Sieiliens, von den Architekten Schmoranz, Erhardt, Machytka, den Malern 
B. Fiedler und Secl, - und die Ausstellung alter Spitzen in den Stilen Vl und Vll. 
ln den oberen Räumen des Museums fand nach Schluss der orientalischen eine Ausstel- 
lung von Porträtstichen aus der Zeit der Kaiserin Maria Theresiu (aus der Fideicon-tmiss- 
Bibliothek des allerh. Hofes), dann eine Ausstellung von Costümebildern des XV. bis 
XVlll. Jahrhunderts statt. 
Das Statut der Chemisch-technischen Versuchsanstalt erhielt unter dem 
7. April die Genehmigung des h. k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht. Die An- 
stalt, unter Leitung des Herrn Reg-Raths Kosch, musste vorläulig noch in dem provi- 
sorischen Locale neben der Erzgiesserei verbleiben, wird jedoch im Laufe des Sommers 
1377 in das neue Schulgebaude übersiedeln. 
Die Frequenz des Museums nach den einzelnen Monaten des Jahres 1876 und im 
Vergleich mit dem Vorjahre macht die nachstehende Tabelle ersichtlich.
	        

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