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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 3)

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Gemälde von Fred Dana Marsh hatten 
die enormen Eisenkonstruktionen des 
neuen Grand Central-Bahnhofes und 
die Ausgrabungen für die Hauptsta- 
tionsgebäude der Pennsylvania-Bahn 
in Newyork zum Gegenstande. 
Anmutige dekorative Kompositio- 
nen für die Paulistenkirche in Newyork 
hat William Laurel Harris ausgestellt. 
Von den Mitgliedern der amerikani- 
schen Akademie in Rom waren einige 
mehr oder minder konventionelle Bil- 
dervorhanden. So die Ausschmückung 
einer großen Villa, eine gemeinsame 
Arbeit des Architekten Ernest F. Le- 
wis, des Bildhauers Sherry E. Fry und 
des Malers F. Tolles Chamberlin. 
Einen Entwurf für ein Mosaik- 
Bllchse, Töpferarbeit von Dorothee Warren O'Hara  sandte Andrew  Schwartz, 
opalisierende Fenster Hans Oster. 
Ferner gab es Entwürfe für gemalte und Mosaikfenster, gute Bucheinbände 
und Exlibris und vor allem viel Keramik. Die Fulper Potteries in Flemington, 
New-Jersey, hattenVasen in Flambe und andern Techniken ausgestellt, Durant 
Kilns (J. D. Rice und L. Volkmar) gute Töpfereien und Kacheln meist im 
persischen Stil. Die Damen Penman und Hardenbergh sowie Mabel Davison 
Gefäße von besonders schöner Färbung, Anette Saint Gaudens trefflich 
gearbeitete Bronzevasen. Mit Lederarbeiten haben sich die Brüder Baldwin 
hervorgetan. Sie brachten Leder, nach tiämischer Art bearbeitet, sowie 
spanisches Leder, mit aufgelegtem, handgemaltem Dekor. Teppichentwürfe 
für die neue große Newyorker Bibliothek, deren Innendekoration sie besorgen, 
stellten Carere und Hastings aus. Die große Firma Vantine 8: Co., die zum 
Teil vom Orient importiert, teils in Newyork im orientalischen Stil arbeiten 
läßt, hat Entwürfe von chinesischen und andern orientalischen Teppichen 
von Emily G. Brewster gezeigt sowie geschmackvolle Interieurentwürfe von 
G. Earl. 
Das farbige und opalisierende Glas, das hier in großer Vollendung her- 
gestellt wird, war durch Hermann T. Schladermundt vertreten. 
Etwas Neues waren die Ausstellungen der Gemeinschaft für Kultur, die 
im Januar Igxz gegründet worden ist. Sie hat bereits einen großen Wirkungs- 
kreis, der auch Literatur, Musik, Erziehungs- und Sozialwissenschaften 
umschließt. Bezeichnend ist, daß der größte Teil der Mitglieder aus Öster- 
reichern besteht. In der Kunst und im Kunstgewerbe hat sie insofern den 
größten Spielraum, als die Sprache kein Hindernis ist. Diese Vereinigung, die 
in ihrem Grundcharakter deutsch ist, zählt Künstler der verschiedensten 

	        

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