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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 3)

Nationen zu ihren Mitgliedern. Noch ehe die Gemeinschaft ein Jahr alt war, 
konnte sie eine Ausstellung ersten Ranges veranstalten, an der bedeutende, 
längst anerkannte Künstler teilnahmen. Da es aber zu den Zielen dieser 
Organisation gehört, unbekannten Talenten zu nutzen, so hatten hier tüchtige, 
wenn auch wenig genannte Künstler Gelegenheit, ihre Werke zu zeigen. 
Unter den Ausstellern fand man die hier schon öfter erwähnten 
bedeutenden Maler Henry Mosler, Albert L. Groll, Leon Dabo, Henry Hinter- 
meister, William R. Leigh, jerome Myers, E. A. Krarner, John Kaufmann, 
ferner den Figuren- und Landschaftsmaler Henry de Mance und den talen- 
tierten Landschafter Louis Bromberg. Henry Hintermeister stellte außer 
Gemälden auch flotte Plakatzeichnungen aus, N. Löwenberg gelungene 
Radierungen. Schöne, breitgemalte Miniaturen waren von Alma Hirsig zu 
sehen, trefflich charakterisierte Bgurale Kompositionen von dem Bildhauer 
Kaspar Meyer. Besonders „Der primitive Mensch" und eine Schumann-Büste 
sind bemerkenswert. Seine Frau Lily Waters-Meyer hatte ausdrucksvolle 
Reliefs, ferner Büsten und kunstgewerbliche Arbeiten wie Buchhalter, 
Leuchter und so weiter ausgestellt. Auf verschiedenartigen Gebieten betätigt 
sich Max Peinlich. Von ihm sah man sowohl kleine Egurale Bronzen von 
hoher künstlerischer Vollendung sowie meisterhaft gearbeitete Schmuck- 
stücke und Elfenbeinschnitzereien. Gefällige Textilarbeiten, Stickereien, 
waren durch Auguste Hübscher vertreten. Im Anschluß an diese größere 
Ausstellung wurden im großen Saale der Yorkviller Bibliothek permanente 
Ausstellungen von den Werken einzelner oder mehrerer Künstler veran- 
staltet. 
Nicht uninteressant war innerhalb dieser Ausstellung die Abteilung der 
Elverhoy Artists Colony, die sich seit einemjahr in Milton am Hudson befindet, 
nachdem sich früher schon in ländlicher Abgeschiedenheit eine Anzahl 
von Künstlern zusammengefunden hatten, die abseits von aller Kultur ruhig 
ihre Werke ausführen wollten. Die im Westen gelegene Kolonie war aber 
den großen Städten zu fern. So 
wurde die neue Ansiedlung am 
Hudson gewählt. Wie die Ausstel- 
lung zeigte, sind sehr verschieden- 
artige Künstler hier am Werke. 
Man sah Silber- und Kupferarbeiten 
für den Tischgebrauch, in einfachen 
Formen gehalten, aber vorzügliche 
gehämmerte Handarbeit. Wo sich 
ein Dekor vorfand, war er der ame- 
rikanischen Flora entnommen. So 
will man eine nationale Eigenart 
schaffen. Dasselbe zeigt sich auch 
bei Schmuckarbeiten, die nie in kon- 
ventionellen Formen gehalten sind. Töpferarbeit von Dorothea Warten um", 
 
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