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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 4)

 
Äquatorialsonnenuhr 
prägung dieses Herrschers für Tirol,- ein sehr seltener Dicktaler Maximilians I., eine Serie 
interessanter Schaugepräge von x 50g. Von sonstigen Erwerbungen sind zu erwähnen ein 
interessanter Eisenguß der Reinhardtschen Dreifaltigkeitsmedaille von r 566, eine einseitige 
Medaille der Kaiserin Eleonora und eine Joachimstaler Miszellanmedaille „Pauli Bekehrung". 
Das Hauptgewicht wurde wie stets auf die österreichischen Gepräge gelegt; von solchen 
konnten die zum Teil seltenen Nachprägungen nach dem Tode Franz I. sukzessive fast alle 
beschafft werden. Hinsichtlich der Medailleurkunst wurde der bisherigen Übung gemäß die 
Wiener Medaille durch zahlreiche Ankäufe besonders gepBegt. Durch Vermittlung der 
diplomatischen Vertretungen im Auslande wurden mehrere ausländische Medaillen und im 
Verfolge der bereits vor einigen Jahren begonnenen Aktion eine Kollektion von überseeischen, 
besonders englischen Kolonialmünzen erlangt. 
Die SAMMLUNGEN VON WAFFEN UND KUNSTINDUSTRIELLEN GEGEN- 
STÄNDEN haben im Jahre rgx 3, abgesehen von der Erwerbung einiger interessanter Alt- 
Wiener Musikinstrumente, folgende wertvolle Bereicherungen erfahren: Eine Äquatorial- 
sonnenuhr, signierte Arbeit des berühmten Erasmus Habermel aus dem XVI. Jahrhundert; 
sie bildet zu der größtenteils noch aus der alten Ambraser Sammlung stammenden 
kostbaren Reihe verschiedenartiger mathematischer Instrumente eine erwünschte Er- 
gänzung. Ferner ein bezeichnetes Mildner-Glas, das mit dem Porträt Kaiser Josefs II. 
und mit folgenden Versen geziert ist: 
„Allerquikend wie die Sonne 
blickt auf uns der Menschenfreund: 
Josephs Genius, o Wonne, 
uns in Kaiser Franz erscheint. 
Ein Herz, gerihrt von Dankgeiihl, 
bemiehet sich vor allen, 
seinen Gutthätern ohne Zihl 
als danckbahr zu gefallen: 
Drum ist gewidmet dieses Glas 
den Freunden edler Triebe 
zum Pfand der Danckbahrkeit vor das, 
was es empfing an Liebe." 
Der Glasbecher darf als Gegenstück zu jenem andern gelten, der vor zwei Jahren 
aus der Sammlung Lanna erworben wurde, gleichfalls ein Werk Mildners ist und das 
Bildnis Kaiser Leopolds II. zeigt. 
Die Waifensammlungwurde um 
ein paar Steinschloßpistolen, an 
denen besonders die hübsche 
Tauschierarbeit hervorzuheben 
ist, vermehrt; es sind franzö- 
sische Arbeiten aus der Zeit 
Aureus des Kaisers Tacitus um I 100. Milnze von Theben 
 
	        

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