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Metadaten: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1869 / 55)

nimmt an Mitgliedern ab, er ist seit 1863 von 253 auf 173 herabgesunken; 
noch bedeutender ist die Abnahme im Vereinsfonde, dieser ist seit 1863 
von 5200 H. auf 2339 G. herabgekommen. Dass unter diesen Verhältnissen 
die Vereinsschule nicht erweitert und "zeitgemäss umgestaltet werden kann. 
liegt auf der Hand. Auch in dem Besuche der Wiederholungsschulen (Ge- 
werheschulen für Lehrlinge) in der Volksschule ist keine Vermehrung des 
Besuches wahrzunehmen; im Jahre 1864 besuchten in Oberösterreich 
32.064 (beiläufig die Hälfte davon Mädchen), im Jahre 1866: 30.658 Schüler 
die Wiederholungsschulen. 
Damit ist es mit den Lehranstalten für den Gewerbestand in Ober- 
österreich zu Ende. Wir lesen nichts von einer Subvention des Lsndtages, 
nichts von Subventionen der Commune; ja nicht einmal die Einnahmen des 
jährlich wiederkehrenden, mit vielem ausseren Pomp in Seene gesetzten 
Liuzer Volksfestes, das mit einer Industrie-Ausstellung verbunden, werden 
zur Hebung der Schulen verwendet. ' 
Alle Buchhandlungen und Postsnstnlten nslunsn Bestellungen an auf: 
Kunst und Gewerbe, 
Wochenschriß. zur Förderung deutscher Kunstindustrie. 
Jahrespreis mit den Beilagen 2 Thlr. I0 Sgr. 
(Gesuche von Arbellskrlflcn linden unentgeltliche Aufnahme.) 
Wien und seine Kunstschätze. Ein Führer durch Galerien, Kunstsamm- 
lungen und Museen mit einem alphabetischen Künstlerlexicon von 
Karl Grün. - Wien, Friedrich Beck's Verlegshandlnng, l869. 
Preis 1 H. 50 kr. 
Recensiou aus „Die Dioskuren" Nr. 48 vom 26. Deeemher 1869: 
„Das Büchlein gibt mehr, aber auch weniger als sein Titel verspricht: mehr, weil 
es fiinf ganze Capitel auf eine prlgnanhe Charakterisirung Wieus in baulicher, gesell- 
schaftlicher, politischer und musikalischer Beziehung und swei Bchlnsseapitel („Anhang") 
auf die Beschreibung eines „geheimnisvollen Bildes", das sich im Besitz eines Privat- 
mnunes in einer Provinzialhauptstadt befindet, und auf eine Kritik des „Lutherdeukmsls 
zu Wurms" verwendet; weniger, weil der Ausdruck „Fiihrer" den Leser leicht su der 
Annahme verleiten könnte, als handele es sich hier um einen trocknen Leitfaden oder 
einen beschreibenden Katalog, mit dessen Hilfe er sich in den reichen Sammlungen Wiens 
vollständig zu orientiren im Stande wire. Dafür aber wird er durch den aphoristisch- 
humoristisch geistreichen Ton, in dem der Verfasser seine kunsthistorischen Studien an 
eine Reihe von Hauptwerken in den Galerien Wisns aukniipft, entschädigt. Dennoch Bllfr 
hält das Buch, namentlich fir den Fremden, viel Lehrreiches und Ueberzengendes, das 
auch, abgesehen von dem Amüsement des Lesens, ein guns respectablcs Residunm von 
charakteristischen Gedanken hinterlisst. Wir bemerken, dass l0 Cspitel dem Belve- 
dere, 2 der Galerie Liechtenstein, 2 der Akademie, je l den Galerien Csernin, 
Lanekoronski und Harrach, und Esterhßzy gewidmet sind. Dann folgt 1 Cepitel 
über Bahl, enthusiastisch geschrieben und voll treiender Wahrheit, 2 Cepitel über des 
österreichische Museum und 2 über die Albertina. Den Schluss bildet der oben 
erwähnte Anhang, dessen bedeutendstes Stück die scharfe, aber in vielen Punkten an 
untersehreibende Kritik des „Wormser Lutherdenkmals" ausmacht." 
Selbstverlag des kais. köu. österreichischen Museums. 
Druck von Carl Gerold": Sohn in Wien.
	        

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