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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 6 und 7)

bereichern, zu vertiefen und zu steigern verstand. Wir kennen den Meister 
nicht und werden uns begnügen müssen, falls uns nicht ein günstiges 
Geschick seinen Namen aus dem Staube der Archive erstehen läßt, ihn nach 
seinem von ihm selbst nicht wieder erreichten Werk zu nennen den „Meister 
des Ulrich Kastenmayr". - 
Am I2. Oktober 1435 stieß rohe Henkershand auf Befehl Herzogs 
Ernst die schöne Augsburgerin Agnes Bernauer, das Glück seines Sohnes, 
des Herzogs Albrecht, von der Brücke zu Straubing in die Fluten der 
Donau. Alsbald wurde die Leiche auf dem Friedhof zu St. Peter zur Ruhe 
bestattet, doch 
ließ Herzog Al- 
brecht kurz dar- 
auf die Gebeine 
der Unglückli- 
chen nach der 
Klosterkirche 
der Karmeliten 
überführen und 
stiftete dort für 
sie am 12. De- 
zember des glei- 
chen Jahres als 
„Seelgerät" ei- 
ne ewige Mes- 
se. Über der 
früheren Grab- 
stätte aber er- 
baute der Her- 
zog die heute 
noch stehende 
„Bernauer-Ka- 
pelle", in die 
er ebenfalls un- 
ter dem I6. Juli 
r436 eine See- 
lenmesse stifte- 
te. Wohl er war 
es auch, der eine 
Grabplatte von 
rotem Salzbur- 
ger Marmor mit 
dem Bildnis der 
Abb. 29. Von der Scheimumba des Propstes Paul von Polbaym in der Herrenkapelle Schönen Agnes 
des Domes zu Passau in das Pflaster
	        

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