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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 6 und 7)

denen sich freilich kein Stück erhalten hat. Aus dem ersten Jahrzehnt 
des XV. Jahrhunderts sind keine weiteren figürlichen Grabsteine mehr 
erhalten, dagegen um so wichtigere aus dem zweiten Jahrzehnt, und unter 
diesen beansprucht wohl das Hochgrab, das Abt Johannes Vogel im 
Jahre 1418 für die beiden Stifter des Klosters errichtete, den Vorrang. Abt 
Christannus versetzte es 1485 mitten in die Kirche, Abt Joseph Maria 
1782 an seinen jetzigen Platz im rechten Seitenschiff (Abb. g). Hatte das 
Werk je eine reichere Tumba, so ging diese wohl damals zugrunde. Jetzt ist 
der Unterbau mit einer I-Iolzverkleidung verhüllt. Die Deckplatte zeigt unter 
einem fünffachen gotischen Maßwerkbaldachin die beiden Fürsten, die durch 
die Unterschriften: „fridericus comes de pogen reforrnator nrTi monasterii" 
und „aschwin comes de pogE q' d' nob' (Iqui dat nobis) pogen et 
aytterhofen" näher bezeichnet werden? Beide stehen in voller Rüstung mit 
hohen pelzverbrämten 
Hüten einander zu- 
gewendet. Friedrich 
hält in der erhobenen 
Rechten das Modell 
der Kirche von Ober- 
altaich, in der Linken 
eine Rennfahne, Asch- 
win in den erhobenen 
Händen die Kirchen- 
modelle von Bogen 
und Aiterhofen. Eine 
zum Teil beschädigte 
Inschrift am linken 
Rand der Platte lautet: 
„A . . . . xviij Ei-Fx (?) . 
E . hoc opus puenabile 
dorÜi johä Albein 
dictum uo'gel". Auf- 
gelöst: „Anno a5? 1418 
(errectum est?) hoc 
opus per venerabilem 
dominum Johannem 
Albein dictum uoegel" 
(das ist Vogel). Die 
Platte ist eine tüchtige, 
"l Vgl. Monumenta boica, 
BLXII (x775). woselhst ein Stich 
nach der Deckplatte. der zwar 
schlecht ist, aber doch genügend 
Abb. 7. Grabstein des seligen Bruders Albert von Haygerloh in der Kloster- die Gesamtanordnung der Figu- 
kirche von Oberaltaich ren erkennen läßt.
	        

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