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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 8 und 9)

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Jüngsten Gericht nachge- 
schnitten hat, weil dieser 
durch die langjährige Ver- 
wendung unbrauchbar ge- 
worden war. Das Werk 
KonradLuckelens erweitert 
sich nun noch um eine dritte 
Platte mit der Erzählung 
des reichen Prassers und 
des armen Lazarus (Fig. 38). 
Aber auch für diese kennen 
wir das Soldansche Original 
aus dem Jahre I 550. Daß 
sich Luckelen ganz an das 
einmal in der Formhiitte 
vorhandene Inventar ge- 
halten hat, beweisen die 
beiden auf der letztgenann- 
ten Platte angebrachten 
Figuren, von denen wir 
schon eine Reihe bei Philipp 
Soldan nachweisen konnten. 
Fig. 3B. Ofenplatte vom Meister Konrad Luckelen, aus einer Schmelz- 
hütte des Klosters Haina (Burg Kreuzenstein) 
Vermutlich auf einen der älte- 
sten Soldanschen Model des 
Schmelzwerkes in I-Iaina zurück- 
greifend erscheint die Kamin- 
platte mit der Historie vom 
barmherzigen Samariter als das 
Werk eines unbekannten Form- 
schneiders, dessen Initialen AS 
auf einem kleinen Schildchen 
oberhalb der Figur des Samariters 
angebracht sind (Fig. 39). In der 
linken oberen Ecke hat der Gießer 
sein Monogramm LW eingesetzt. 
Im Hintergrunde sind zwischen 
den Bäumen die beiden Räuber, 
die Beute am Rücken tragend. 
sichtbar und links davon ein 
Reiter, welcher auf der Platte 
Soldans fehlt. 
Von Interesse dürfte sein, 4 A A _ 
wie Soldan für Seine Helzmedel ÄliaßufiffliialifnliwfälllÜfiiiifißliioilalfiifliliil 
honoriert wurde. Im Jahre  gegossen (Burg Kreuzenslein, Bibliothek) 
5x
	        

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