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Full text: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 8 und 9)

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stuben gemacht, welche von schlechtem Feuer sich sehr stark erhitzen und 
nicht unbequem sind, aber man rnuß fleißig acht haben, daß nichts fettes 
daran geschmieret werde, sonsten folget ein gar wiederwärtiger Gestank 
davon, kann also auch nicht bald gedämpHet werden und hilft eingestreutes 
Salz, Wachholderbeer, Rosenwasser nichts, es rnuß denn die Glut im Ofen 
den wiederwärtigen stank ausbrennen." 
D. ARBEITEN ANDERER SCHMELZWERKE UND NICHT NÄHER 
LOKALISIERBARE GUSSPLATTEN. 
Am Schluß dieser Abhandlung möchte ich der Vollständigkeit halber 
noch eine Reihe von Platten besprechen, welche ich nicht näher zu lokali- 
 
Fig. 59. Ofenplatte aus der Gußhütte des Klosters Königsbronn in Württemberg, um 1540 (Burg 
Kreuzensxein) 
sieren vermag. Ihre Einreihung in engere Gruppen, beziehungsweise ihre 
Zuweisung an bestimmte Gußhütten wird gewiß erfolgen können, wenn ein- 
mal das ganze Material, sei es auch nur in Reproduktionen, aufgesammelt 
ist. Weiteren Forschungen widmet sich dieser Versuch einer Geschichte des 
Ofenplattengusses als Grundlage. 
Georg Agricola erwähnt im zweiten Buche seines Werkes: „de re metal- 
lica" als Heimat der gegossenen Öfen das Gebiet der Eifel, daneben Muckshol 
im Harz, Waldungen in Hessen, dann die Stadt Siegen und das ganze Sauer- 
land nach der kölnischen Seite zu, weiters den Thüringer Wald, Amberg gegen 
Sulzbach, Wunsiedel am Fichtelberg und Elbogen in Böhmen, Pela im Meiß- 
nischen, das Memmeler Bergwerk zwischen dem Wald von Rascha und 
dem Kloster Grünhain in Sachsen, als bestes aber das Werk bei Lauenstein 
und Gießhübel (Berggießhübel im Sächsischen Erzgebirge) südlich von Pirna.
	        
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