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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 8 und 9)

Fig. 68. Kaminplatte mit der Anbetungsszene des goldenen Kalbes, 
elsässisch, Burg Kreuzenstein (Vergl. die Platte Fig. 67 desselben 
Meisters) 
werksmäßig primitiv. In- 
schrift: „Absalon sein Vatter 
verfolgent hat, am Baum 
bleibt bangen, wird getödt." 
Die auffallende Ähnlichkeit 
dieser Platte mit solchen aus 
der Grafschaft Nassau-Weil- 
burg reiht sie unter die Er- 
zeugnisse eines Schmelz- 
werkes im Weiltal, und loka- 
lisiert sie auf die Auden- 
schmiede bei Weilmünster. 
Dieser Hütte gehörte in 
den letzten Jahrzehnten des 
XVI.Jahrhundertsder„offen- 
gieszer" Wilhelm Wilking 
an. Der Oberamtmann zu 
Weilburg, Johann Gottfried 
vom Stein, übernahm 1615 
die damals eingegangene 
Audenschmiede auf eigene 
Rechnung zu betreiben, im 
Jahre 1620 folgte ihm Johann 
Cato und hierauf dessen 
Erben. Nach Beendigung 
des Dreißigjährigen Krieges 
ist die Familie Sorge (Nach- 
kommen des berühmten 
Hüttenmeisters und Ofen- 
gießers Peter Sorge zu Kraft- 
Solms) im Besitz der Auden- 
schmiede, nunmehr Neuhütte 
genannt. Zuletzt erscheint 
Sebastian Krafft zu Weil- 
münster der „hochfürstlich 
Usingischen Eisenhütte". Sie 
wurde schlecht betrieben 
und lieferte mangelhafte und 
unschöne Ware. Der Zeit 
dieses Verfalles dürfte die 
Absolon-Platte angehören. 
Fig. 69. Ofenplatte mit Simson und Delila, 
süddeutsch, vielleicht österreichisch 
(Burg Kreuzenstein)
	        

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