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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 10)

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nicht, wie trotz fehlender Vorzeichnung das Ganze bei der zweiten Wachs- 
zeichnung genau stimmt. 
Für die Blaufärbung wird reiner Indigo verwendet, der mit verschiedenen 
Zusätzen in der Blauküpe fertiggemacht wird; es ist der mit Wasser ver- 
dünnte und in Gärung übergegangene Saft der Indigopfianze, die nach 
javanischer Szrung mit Kapala (Österreichisches Museum) Vergleiche „Kunst und Kunsthandwerk", 
11., Seite 12x h". 
der Färbung zunächst grünlich aussieht, aber bald durch Oxydation die 
richtige blaue Farbe annimmt. Diese Indigoküpe bleibt längere Zeit brauch- 
bar, und daher gibt es in verschiedenen Gegenden gewerbsmäßige Blau- 
färber, die für die Frauen das Blaufärben besorgen. 
Die älteste Methode besteht nun darin, daß die ganze Wachsschicht durch 
Abkochen entfernt wird, bevor man die zweite Wachszeichnung beginnt. Die 
jüngere Methode ist einfacher, jedoch nicht so gut. Der gefärbte Stoff wird 
in Wasser gelegt, bis das Wachs hart und brüchig geworden ist, und nun
	        

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