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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 10)

Reliquiar mit einer Reliquie des heiligen Leopold, aus vergoldelem 
Silber rnit Elfenbeinsäulen und Edelsteinen, nach Entwurf des Archi- 
tekten Dr. Karl l-loley ausgeführt von Franz Halder. Juwelier und Gold- 
schmied in Wien 
Um solche Formen 
zu schaffen, muß man 
aber nicht nur gläubig die 
Lehren erfaßt haben, son- 
dern vorhandene Werke 
genau beobachtet und Er- 
fahrungen mit andern aus- 
getauscht haben, beson- 
ders mit denen, die am 
Tische des Herrn selbst 
dienen. 
Man wird nun einer- 
seits vielleicht nach dem 
„Stile" des Werkes fragen 
und andrerseits sagen, daß 
Lösungen wie die vor- 
liegenden schon ähnlich da 
waren; das ist richtig und 
auch nicht richtig. Gerade 
so waren sie jedenfalls 
noch nicht da.Und dann sei 
uns gestattet, hier wieder 
zwei Sätze der erwähnten 
Schrift anzuführen: „Da es 
sich bei der ganzen Veran- 
staltung . . . darum han- 
delte, den lebendigen Zu- 
sammenhang von Kunst 
und Leben wieder herzu- 
stellen, war die sogenannte 
Stilfrage vom Anfang an 
ausgeschaltet. 
Man suchte sich bei 
jedem Gegenstande vor 
allem den religiösen und 
praktischen Grundgedan- 
ken klar zu machen und ab- 
zusehen von den Zufällig- 
keiten irgendeiner vorhan- 
denen Lösung. . . . Man 
hat bei kunstgewerblichen 
Werken den heutigen Ge- 
brauchszweck im großen 
und in den einzelnen For-
	        

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