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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 10)

men wirken lassen, in der Figu- 
ralen Kunst den Seelenaus- 
druck des Heiligen und Wür- 
digen gefordert; sonst war 
dem Künstler aber vollkom- 
men freie Hand gelassen, wie 
er den Hauptideen Ausdruck 
geben und mit welchen Mit- 
teln er die Gefühle des Er- 
habenen und Weihevollen im 
Beschauer erwecken wolle. 
Ausgeschlossen sollten nur un- 
mittelbare Kopien oder Nach- 
empiindungen sein." 
Wenn hier manches viel- 
leicht an Altes gemahnt, so ist 
das weniger die Form als 
ein guter, gediegener Geist, 
der aus Altem spricht und auch 
hier zum Ausdrucke gelangt. 
Wir müssen dem Künstler 
danken, der ein solches Werk 
entworfen, aber auch dem 
Goldschmiede, der es mit sol- 
chem Feingefühl und Ver- 
ständnis - und zuletzt auch 
mit verhältnismäßig geringen 
Mitteln durchgeführt hatf 
Wir müssen aber auch dem 
Besteller Dank sagen, der 
Gelegenheit gab, österreichi- 
scher Kunst im Mittelpunkte 
katholischen kirchlichen Le- 
bens ein solches Denkmal 
liebevoller Hingabe an einen 
erhabenen Zweck errichten 
zu können. 
Die Reliquiare bestehen 
aus vergoldetem Silber mit el- 
fenbeinernen Säulen; die Säu- 
" Die reizvollen Stickereien im In- 
nern der Reliquiarz wurden in der Ersten 
Wiener Produküvgenossenschaft der Ab- 
solventinnen der k. k. Kunstsrickereischulen 
ausgeführt. 
Rellquiar mit einer Reliquie des heiligen Clemens Maria Hoflbauer, 
aus vergolderem Silber mit Elfenbeinsäulen und Edelsteinen, 
nach Entwurf des Architekten Dr. Karl Holey ausgefühn von 
Franz Halder, ]uwelier und Goldschmied in Wien
	        

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