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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 1 und 2)

"h. 
Quantität der Leistungen gegenüber. Nach Hormayr wurden in den Jahren 
1812 bis 1817 nicht weniger als 376 Millionen Gulden für Staatsbauzwecke 
verwendet, hiervon 276 Millionen für Straßen und Kanäle und 100 Millionen 
für Staatsgebäudefi Angesichts dieser bedeutenden Aufgaben erwies sich die 
Einsetzung einer eigenen Generalbaudirektion als notwendig, welche, von 
selbstverständlichen bureaukratischen Mängeln abgesehen, im großen und 
ganzen sich denan sie gestelltenAnfordei-ungenvollkommen gewachsen zeigte. 
Als Leiter dieser neu geschaffenen technischen Zentralstelle wirkte 
verdienstvoll Peter von Nobile, von Haus aus Ingenieur, Erbauer der nauti- 
schen Akademie in Triest," Leiter der Ausgrabungen in Aquileja und Pola, 
Schöpfer des Burgtores und des Theseustempels, eine machtvolle Persönlich- 
keit, die er als Lehrer an der Wiener Akademie und als Generalbaudirektor 
mit voller Schärfe und Einseitigkeit zur Geltung zu bringen wußte. Er ist es, 
an den man immer denkt, wenn von Franziszeischem Klassizismus im Wiener 
Stadtbilddie 
Rede ist. Es 
wareben dem 
Gedächtnis 
entschwun- 
den, daß un- 
abhängigvon 
ihm und vor 
ihm zweider 
merkwür- 
digsten und 
fruehtbarsten 
Künstler je- 
ner Zeit, 
Hardtmuth 
und Korn- 
" In den 
Rechnungsauswei- 
sen des Hofbau- 
rates ist für die 
Zeit von 1812 bis 
181g die Summe 
von 236 Millionen 
verzeichnet, hier- 
von aber gleich- 
falls 100 Millionen 
für Gebäude. 
"Ein her- 
vorragender Vor- 
läufer des Nobile- 
schen Klassizis- 
mus in Triest war 
der Erbauer des 
Palazzo Carcioni 
(1799 bis 1805): 
Portal im Schottenstift in Wien, neuerbaut von j. Komhäusel 1826 bis 1831 Matten Pertsch.
	        

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