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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 1 und 2)

sten Typus dieses floralen Dekors in Ver- 
bindung bringen; es ist der zu Bayreuth im 
Jahre 1748 geborene Friedrich Kirschner, 
dessen eigenartig reizvolle Manier bei der 
Darstellung von Blumenbuketten in den 
zeitgenössischen Quellen gerühmt wird. 
Zwei Porzellankannen mit Blütensträußen 
von seiner Hand in der Stuttgarter Alter- 
tumssammlung, von denen die eine Kirsch- 
ners Signatur trägt, sowie einige andere mit 
diesen zusammengehende Ludwigsburger 
Geschirr- und Dosenmalereien sind ganz in 
derselben bunten und vollen, üppigen Art 
ausgeführt wie die beiden Flachseiten 
  
g Abb Sx- eines Flakons der Sammlung Cahn-Speyer 
Südigifjh" (Abb. 23), der einen abschraubbaren ver- 
goldeten Messingdeckel trägt. 
Aus der Fürstenberger Porzellanmanufaktur besitzt Abb" 3'- 
_ _ _ , Kopenhagenei-Flakonmit 
die Sammlung Cahn-Speyer zwei recht charakteristische (mm w.m..,.M,1m; 
Flakons. Der erste derselben in Form eines Männer- 
beines (Abb. 24), mit kurzen lilafarbenen, dunkler punktierten Strümpfen, 
eisenrot dekorierten Schuhen und einer lila sowie eisenrot gestreiften Hose 
mit goldenen und blauen Punktrosetten, trägt einen aufklappbaren gravierten 
Silberdeckel und stammt aus den sechzigerjahren des XVIII. jahrhunderts, 
während der Flakon in Form einer strohumwickelten gelbgemalten Flasche 
(Abb. 25) mit der Etikette „Eau de Senteur" und bunten Streu- 
- blumen am schlanken Hals (die Montierung 
der Mündung und des Stöpsels ist aus ver- 
goldetem Messing) um 1775 entstanden sein 
dürfte. Der Flakon ist mit dem unter- 
glasurblauen F markiert und übrigens noch 
in einem zweiten nahezu identischen Exem- 
plar mit etwas kürzerem Hals bekannt, das 
sich im Hamburger Kunstgewerbemuseum 
befindet (abgebildet bei Ch. Scherer, „Das 
Fürstenberger Porzellan", Berlin 1909, Sei- 
te 137, Abb. 104 1.). 
Der glatte einfache Flakon mit braun 
gemasertem Grunde und zwei ausgespaiten 
weißen Feldern (Abb. 26), von denen das ei- 
ne die Inschrift „Pour Madame Siegert", das ' 
andere „de" und ein Monogramm trägt, läßt 
infolge der Metallmontierung des Fußes nicht F 3b" 34' 
igur erChelsea- 
  
Abb. 33. 
Shakespeare, Chelsea- 
Flakon erkennen, ob eine Marke vorhanden ist. Man Flakon
	        

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