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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 9)

Heute ist dieselbe Neigung in 
ähnlichen Gesellschaftskreisen zu 
bemerken. Die oft zum Nach- 
teil moderner Arbeit gesteigerte 
Bewunderung des alten überliefer- 
ten Bestandes hat nun eine stets 
bereite Nachahmungslust geweckt, 
welche der Sammellust entgegen- 
kommt. 
Die Ausstellung enthält eine 
nicht unbeträchtliche Zahl von 
Kopien solcher alten Arbeiten, die 
sich diesen technisch vollkommen 
ebenbürtig zeigen. Die Seltenheit 
alter guter Stücke hat aber leider 
auch die Fälscherabsicht genährt. 
Neben der Kopie, die sich als solche 
gibt und die Reinheit und Präzision 
moderner Arbeit erkennen läßt, 
wird auch die Kopie mit Täu- 
schungsabsicht, die auch die Ge- 
brauchspuren und technischen Feh- 
ler alter Arbeiten nachahmt, aus- 
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Ausstellung österreichischen Kunst- und Exponglases im 
Österreichischen 'Museum. j. ä L. Lobrneyr, Blumen- 
gefäß, matt weiß mit Gold, Entwurf von Josef Hoffmann 
geübt. Die vorgeführten Stücke mögen den Sammlern zur Warnung dienen, 
wenn sie auch der Leistungsfähigkeit der Erzeuger ein gutes Zeugnis 
ausstellen mögen. Zugleich erleichtern sie uns den Hinweis auf die treiilichen 
 
Ausstellung österreichischen Kunat- und Exponglases im Österreichischen Museum. j. ä L. Lobmeyr, 
Blumengeßß, man weiß mit Gold, Entwurf von Josef Hoffmann 
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