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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 9)

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geätzter und von zart geschwungenen Konturen begrenzter Glasflächen zur 
geschmackvollenEinfügung reizvoller Blattstreifen oder anmutiger Ornament- 
Silhouetten. 
Ganz verwandte Ornamentgrundsätze sehen, wir an bemalten Dosen 
und Ziergefäßen der Firma Pietsch, an denen der ganz sanfte Schwung des 
Umrisses in den Urn- 
grenzungslinien der Or- 
namentfiächen seine Ge- 
genbewegung findet. Die 
künstlerische Einfiuß- 
nahme ging von derFach- 
schule Steinschönau aus. 
In dem sicher beton- 
ten Gegensatz des wei- 
ßen Glases und der prä- 
zisen stilisierten Oma- 
xnentfiäche liegt eine gro- 
ße Abwandlungsmög- 
lichkeit, die aber ebenso 
sehr die Beherrschung 
der Form wie desLinien- 
zuges und der Schwarz- 
weißwirkung des eigen- 
artigen Ornaments vor- 
aussetzt, wie sie die 
Schule Hoffmann groß- 
gezogen hat. 
Hier ist wieder eine 
ganz moderne Note mit 
einfachsten Hilfsmitteln 
gefunden worden. Wel- 
che Steigerungsfähigkeit 
ihrinnewohnt,zeigenAr- 55' 
beiten  BOiCkS,    Ausstellung österreichischen Kunst- und Exportglnses im Österreichischen 
-- - -- Museum. Friedrich Pietsch, Steinschünau, Deckelgefäß mit schwarzer 
Lotz Witwe ausgefuhrt Malerei und Gold, Entwurf der Fachsehule in Steinschönau 
 
hat. Da bringtein schlan- 
ker Pokal, der ganz mit schwarzen und goldenen Ranken überzogen ist, 
die feinste Wirkung hervor. Auch A. Nechansky, D. Peche haben diese 
Richtung gepflegt, während M. Powolny und C. Witzmann den einfachsten 
Linienschmuck begünstigten. 
Neben der von der Wiener Schule ausgegangenen Beeinflussung, wie 
sie die Steinschönauer Kräfte so verständnisvoll aufnehmen und die 
Firma Fr. Pietsch so rührig zur Ausführung und zum Vertriebe führt, ist die 
Haidaer Gruppe nicht minder erfreulich in ihren Leistungen und wird durch
	        

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