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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 9)

träge, über der 7, 
sich im obern r 
Stock eine lange 
Halle befindet, die 
Flämische Gobe- 
lins enthält und 
die zugleich die 
Verbindungnach 
den ältern Teilen 
des Museums her- 
stellt. 
Die Gemäl- 
desammlungent- 
hält unter den Ita- 
lienern der Früh- 
renaissance eine 
gut erhaltene 
Pieta von Carlo 
Crivelli, auch ein 
Männerporträt 
von Andrea da 
Solaria, das an- 
geblich ein Bild- 
nis des Giovanni _ 
B _ . d Ausstellung österreichischen Kunsl- und Exportglases im Österreichischen Museum. 
EDtlVOgllO a7" E. Bakalowirä Söhne, durchschlilfener durchscheinend blauer Überfang 
stellt. Zu den 
Bildern unbekannter Meister gehört ein interessantes Triptychon mit Motiven 
aus dem Neuen Testament. Dieses Werk stammt aus der Gertrudenkapelle 
des Schlosses Ellers bei Düsseldorf und dürfte aus dem Anfang des XVI. Jahr- 
hunderts sein. 
Von einem flämischen Maler des XV. Jahrhunderts stammt eine 
Madonna mit Kind von naiver Lieblichkeit. Vor der Madonna kniet der 
heilige Lukas. Der Tod der Jungfrau Maria von Michael Wohlgemuth ist 
eines der wenigen in Amerika beiindlichen Gemälde dieses Meisters. Ein 
recht gut erhaltenes Frauenbildnis vom ältern Lukas Cranach und eine Judith 
von Jan Matsys gehören mit zu den besten Bildern der Sammlung früher 
fiämischer und deutscher Künstler. 
Die spanische Abteilung enthält einige besonders interessante Gemälde. 
Von einem nicht genannten Meister des XV. Jahrhunderts ist eine Krönung 
der Maria vorhanden. Von außerordentlichem Reiz ist ein Greco. Von 
diesem Künstler besitzt Amerika nur wenige Werke. Das Gemälde im 
Bostoner Museum stellt Fray Feliz Pallavicino dar. Es ist ein Bildnis von 
wunderbarem Ausdruck. In den schönen dunklen Augen mit dem Feuer der 
Ekstase, den nervösen Händen, in der ganzen Haltung zeigt sich der 

	        

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