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Full text: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 9)

 
Im Frühjahr 1774 reiste der damals 
37jährige Copley von Boston nach Europa. 
Er lebte zunächst in Rom bei dem reichen 
südamerikanischen Pflanzer Izard. Copley 
hat den Pflanzer und seine Gattin gemalt. 
Das Bild ist jetzt im Bostoner Museum. Das 
Paar sitzt an einem geschnitzten Tisch, um- 
geben von italienischen Kunstwerken, die es 
auf seinen Reisen erworben hat. Das Fenster 
bietet einen Ausblick nach dem Kolosseum. 
Zu Copleys besten Arbeiten, die im Bostoner 
Museum sind, gehört auch das Gruppenbild 
seiner eigenen Familie. Es zeigt bereits den 
Einfluß seines Aufenthaltes in England, na- 
mentlich auch in der Art der Gruppierung. 
Er steht auf 
Ausstellung österreichischen Kunst- und 
Exportglases im Österreichischen Museum. dem  
Johann Oertel 84 Co., Haida, Gebrauchsglas  Hinfgr- 
mit vinlettem Fuß, Entwurf der Fach- 
schule in Haida grund- V91" 
ihm sitzt 
sein Schwiegervater Clarke, auf einem 
Sopha sieht man Frau Copley, die ihren 
jüngsten Sohn liebkost, der später als Lord 
Lyndhurst dreimal Lordkanzler von Eng- 
land war. Neben Frau Copley steht ein 
anderes ihrer Kinder. Ein Töchterchen, das 
mit gekreuzten Armen, steif und unkindlich 
dasteht, nimmt den Mittelgrund des Bildes 
ein. Ein anderes Gemälde "von Copley. das 
im Jahre 1 795 gemalt wurde, zeigt die feinen, 
sympathischen Züge von John Quincy 
Adams, der 30 Jahre später Präsident der 
Vereinigten Staaten ward. Der Stil des Bil- 
des istvornehm, aber etwas süßlich, so wie 
ihn der englische Einiiuß gebracht hat. 
Von England und vom nachklassischen 
Italien ganz beeinflußt war Benjamin West. 
Auch von diesem Künstler besitzt das 
Bostoner Museum eine große Familien- 
gruppe, die neunköpfige Familie von 
Adrian Hope. Die Gruppierung der Per- 
sonen ist steif und gesucht. Benjamin West 
galt lange als der größte Künstler unter 
den früheren amerikanischen Malern. Heute 
 
.6" 
Ausstellung österreichischen Kunst- und Ex- 
portglasesimÖsterreichischenMuseum.Meyrs 
Neffe, Adolf bei Winrerberg, geätzte irisieren- 
de Lüsterglasauflage auf mattem gelbem 
Grund
	        
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