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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 9)

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Grund von 1772 Unterstützungsansuchen, welche von 589 Hilfesuchenden ausgingen und 
vorn Komitee in 50 Sitzungen erledigt worden sind. Das Komitee ist hierbei auf Grund 
genauer Erhebungen rnit größtem Wohlwollen und strengster Diskretion vorgegangen. 
Unberufene, die sich herandrängten, wurden abgewiesen. Die 589 unterstützten Künstler 
verteilen sich auf die Berufsgruppen und Organisationen wie folgt: auf die Gruppe der 
Architekten 34, der Bildhauer x32 und der Maler 423; nur 1x 3 gehören den Vereinigungen 
an, 476 stehen außerhalb dieser Vereine. Obwohl das Komitee für die in Wien ansässigen 
Künstler in erster Linie zu sorgen hat, so wurden doch 74 auswärtige oder vorübergehend 
nach Wien gekommene Künstler (Polen, Böhmen, Reichsdeutsche) ebenso unterstützt wie 
die Wiener. Der gesamte Aufwand des Komitees für Agitation und Geschäftsführung 
betrug für das erste Jahr nur 445 Kronen. Das Komitee, dessen Sitz sich in der k. k. Aka- 
demie der bildenden Künste, I., Schillerplatz 3, befindet, wo an allen Wochentagen (Samstag 
ausgenommen) von g bis 12 amtiert und allwöchentlich eine Beratung abgehalten wird, hat 
soweit seine Mittel reichen werden, die von ihm übernommene Aufgabe nicht nur auf 
Kriegsdauer zu erfüllen, sondern auch auf jene, voraussichtlich lange Frist nach Kriegsende 
zu erstrecken, innerhalb welcher die Künstlerschaft noch schwerer als bisher unter den 
Nachwirkungen des Krieges zu leiden haben wird. Die Zahl der Hilfsbedürftigen steigt von 
Woche zu Woche. Aufrufe, Berichte, Spendenverzeichnisse und Erlagscheine sind im 
Amtslokale des Künstlerfürsorge-Komitees, I., Schillerplatz 3, erhältlich. 
MITTEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTER- 
REICHISCHEN MUSEUM s:- 
GLASAÜSSTELLÜNG. Die Glasausstellung, welche am 30. September hätte 
geschlossen werden sollen, wurde mit Rücksicht auf das große Interesse, das sie 
findet (bisherige Besuchszilfer: 27.571), bis zum m. Oktober verlängert. 
In den letzten Tagen haben der Minister für Kultus und Unterricht Dr. von Hussarek, 
die Minister a. D. Dr. Klein, Graf Wickenburg und Wrba, der Präsident des Herrenhauses 
Fürst Alfred zu Windisch-Graetz und Gemahlin, der deutsche Botschafter von Tschirschky 
und Gemahlin, der sächsische Gesandte Graf Rex, der schwedische Gesandte Baron Beck- 
Friis, der niederländische Gesandte Dr. Weede und der argentinische Gesandte Dr. Perez 
die Ausstellung besucht. 
BE SUCH D ES MÜSEUMS. Die Sammlungen und Ausstellungen des Museums 
wurden in den Monaten ]uli, August und September von 27.491 Personen, die 
Bibliothek von 2.999 Personen besucht. 
LITERATUR DES KUNSTGEWERBES 50- 
I, TECHNIK UNDALLGEME1NES_ HAUSEN, Fr. Freie Benutzung. (Kunstgewerbehlatt. 
N. F. XXVI, u.) 
  jAlJMANN, A. Die Biumenmode im Kunstgewerbe. 
LI C H E R U    5'. (Innen-Dekoration, Sept.) 
Die Kunstschule von Ernrn y Zweybriick-Wien. (Deutsche 
BOSSELT, R. Stil-Lehre. (Kunstgewerbeblatt, N. F. Kßm" "m1 Delwnüßn, Juli) 
XXVI, 11,) LAPIDOTH, F. Die neue Blüte des deutschen Kunst- 
BROCK, P. Der Krieg und das deutsche Kunstgewerbe. Bewerbes- (Kunußewefbßbl-r N- F- XXVI: 9-) 
(Kunstgewerbeblstt. N. F. XXVI, u.) LEISCHING, jul. Deutseh-rnährischer Kunstgewerbe- 
ENDERES, R. v. Die Wiener Kunst im ersten Kriegs- bund- (Kunngßwefbeblinr N- F- xxvlv 11-) 
jahr. (Deutsch-Österreich, 1915, 3ä4_) MATARE, F. Österreichs Kunatgewerbe im Kriege. 
HAUPT, A. Zur Entstehung der romanischen or- (Vßlhßeßh ä Kluinsß Mvn-mheße. 1915. Ausß) 
namentik. (Monatshefte für Kunstwissenschaft, OTTO, H. Was ist deutsch? (KunstgewerbebL, N. F. 
VIII. 9-) xxvl, 9.)
	        

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