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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 10)

sition in wesentlichen Punkten ab- 
weicht (Abb. 5). Während dort der 
Erzherzog die Fahne des Regiments 
Zach ergriffen hat und mit rückwärts 
gewandtem I-Iaupte die Truppen zum 
Angriff anfeuert, erhebt er hier den 
rechten Arm mit einer Geste, die an das 
berühmte Gemälde von Peter Krafft im 
k. u. k. Militärinvalidenhaus erinnert; 
auch die Bewegung des Pferdes und 
die Ausgestaltung des Sockels erscheint 
wesentlich verändert. (Vergleiche auch 
das Bronzemodell zu einem Erzherzog 
Karl-Denkmal im Besitze Seiner kaiser- 
lichen Hoheit Erzherzogs Friedrich, das 
unter Nr. 202 in der Wiener Erzherzog 
Karl-Ausstellung ausgestellt war.) Unter 
den relietier- 
tengotischen 
Elfenbein- 
deckeln der 
Sammlung 
Tagt ein VOli- Abb. 8. Elfenbeinernes Hochrelief mit der Ver- 
Ständigerhab lobung der hßlllgßflahlfliflllladliilta, Venedig, XVXII. 
tenes, silber- 
montiertes Diptychon hervor (Höhe g'5 Zenti- 
meter, Breite 7 Zentimeter), das aus dem Nach- 
lasse des I-Iofrates Moritz Az (gestorben 1883 in 
Linz), eines der größten Wohltäter des Linzer 
Museums, stammt, der diesem unter anderem 
seine kostbare Waffensammlung und eine Reihe 
wertvoller gotischer Einrichtungsstücke zuge- 
wendet hat (Abb. 6). Das Stück wurde seinerzeit, 
sicherem Vernehmen nach, von Hofrat von Az 
aus der Kirche in Kefermarkt erworben. Es ist 
eine unter französischem EinHuß entstandene 
Arbeit des XIV. Jahrhunderts und stellt unter je 
vier gotischen Kleeblattbogen mit krabbenbe- 
setzten Wimpergen auf der Tafel links den Tod 
der heiligen Maria, auf der Tafel rechts ihre 
1- Krönung durch Jesus dar. Beim Tode sind außer 
Jesus, der in der typischen Weise die Seele der 
Verstorbenen in Gestalt eines kleinen Kindes auf 
 
 
Abb. g. Alte Frau am Spinnrocken, 
Nußholz und Elfenbein, Art des _ __ _ 
SimonTroger dem linken Arme halt, noch sieben trauernde
	        

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