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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 11)

den kurzen Überblick 
über die Tätigkeit Kä- 
nischbauers sonst an 
einer Stelle allzusehr 
aufhalten rnüßten, wo 
es der Bedeutung der 
Sache im Verhältnis 
zum Ganzen keines- 
wegs entspricht. 
Von einem neuen 
Werke Känischbauers 
hörenwir dann aus dem 
Jahre 1720; in diesem 
erfolgte an unsern Mei- 
ster eine größere Zah- 
lung für einen silbernen 
Gottvater," der zwei 
Jahre darauf über dem 
I-Iochaltare der Gna- 
denkirche zu Maria- 
zell angebracht wurde, 
sowie eine weitere Zah- 
lung (von 1200 H.) für 
ein silbernes Kruzifix. 
Über den Haupt- 
altar der Mariazeller 
Kirche, der durchaus 
nicht mit dem Gnaden- 
altar verwechselt wer- 
den darf, haben wir im 
kunstgeschichtlichen 
Jahrbuche der k. k. Zen- 
tralkommission für Er- 
Abb. s. Goldenes Pazilikale, bezeichnetes Werk Känischbauers vom Jahre forschung und Erhal" 
1726 in der Geistlichen Schatzkammer der k. k. Hofburg zu Wien tllflg der KUUSt- und 
historischen Denkmale, 
II. (rgo8), Seite 139 Hi, gehandelt und dort auch den Originalentwurf Fischers 
von Erlach d. ä. für ihn gebracht?" 
Der Mariazeller Altar hat schon in älterer Zeit verschiedene Wandlun- 
gen erfahren; der silberne Christus am Ebenholzkreuze und der gleichfalls in 
"' Schlager, a. a. 0.: „x72o (erhält Känischbauer) für den nach Msria-Zell Verlobten silbernen ,Gott- 
vater' 2915 H." - Nach Schlager„G. R. Donner", Seite 30, wären es 2025 H. 
i" Wir bemerken hiebei, daß der Altarriß für die Kirche in Sallapulka von Joh. Bemh. Fischer von 
Erlach aus dem Jahre 1720. den Prof. Wolfgang Panker a. a. 0., Tafel IX, veröffentlicht, im Figiirlichen große 
Verwandtschaft mit dem Mariazeller Entwurf: zeigt.
	        

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