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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 3 und 4)

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Seidenband, schwarz-weiß, nach Emwurfvon Lehrer O. Kalendovsky ausgeführt von Aug. Liebisch Söhne, 
Groß-Schlimm 
Aufgaben w- der Einfluß der heimischen Volkskunst auf, die einen so reichen 
Schatz an tüchtigen, geschmackvollen und eigenartigen Leistungen hand- 
werklicher Art birgt. Schon diese Möglichkeit, aus dem heimischen Boden 
und aus dem Wirken so vieler nationaler Besonderheiten schöpfen zu können, 
sichert dem österreichischen Kunstgewerbe eine charakteristische Stellung, 
zugleich auch die Gewähr, in weiten Kreisen verstanden und wohlwollend auf- 
genommen zu werden. Wir brauchen nur von böhmischem Glas, mährisch- 
schlesischer Keramik, Tiroler I-Iolzarbeit, küstenländischer Korbflechterei zu 
sprechen, um einige solche Beziehungen der bekanntesten Art zu erwähnen. 
Die Zahl dieser Zusammenhänge-ist aber sehr groß und mannigfaltig und 
wäre so sehr geeignet, uns nach außen unabhängig und stark zu machen, 
wenn die materiellen Zusammenhänge, wenn das tatkräftige Zusammen- 
wirken von Künstlerschaft, Produktion, Konsum, Vertrieb den zahlreichen 
Möglichkeiten gerecht würden. 
Ein besonderes Kapitel bilden die Textilarbeiten. Die Spitzenerzeugung 
ist ihrem Ursprung nach ja eine reine Volkskunst; sie lebt sogar noch als 
solche an vereinzelter Stelle fort. Heute ist sie einer Neubelebung zugeführt 
worden und in den anspruchsvollen Dienst des Luxus gestellt; eine reiche 
Kollektion von Arbeiten, die für die Bedürfnisse der Ausstellung angefertigt 
wurden, war im Eintrittsraum vom Verband österreichischer Hausindustrie 
aufgestellt und stets ebenso umlagert wie die reizvollen Arbeiten der Produk- 
tivgenossenschaft der Absolventinnen der k. k. Kunststickerschulen. Diese 
bestanden vorwiegend aus Stickereien, Perlarbeiten und ähnlichem; da diese 
schwarz-gelb, nach Entwurf-von Direktor Professor Alfred Roller ausgeführt durch die Weiperter 
Hausindustrie 
Borten, 

	        
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