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Full text: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 3 und 4)

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Alois Riegl urissenschaftlich erschlossen hat, in hohem Grade bezeichnend. 
Nicht weniger bedeutend und farbig besonders schön sind die mit Schmelz 
gezierten Arbeiten, von denen einige auf Seite 10g zusammengestellt sind." 
Wir wollen hier bemerken, daß es gerade bei diesen Stücken der Fischerschen 
Sammlung gelungen ist, eine wichtige technische Frage der spätantiken 
Schmelzarbeit zu lösen (siehe Sitte, a. a. O. Seite 274 5.). 
Von den hier nicht abgebildeten Stücken seien weiters die kleine pla- 
stische Darstellung eines hockenden Mantelpavians, der anscheinend eine 
 
 
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Spätrümische Fibeln und Schnallen, Bronze, natürliche Größe. Aus der Schenkung des 
Herrn Wilhelm Sgalitzer 
Syrinx bläst, sowie der Oberkörper einer menschlichen Figur mit farbig 
geschmelztem Gewande hervorgehoben. 
jedenfalls enthält diese Sammlung sehr viele Stücke von künstle- 
rischem und wissenschaftlichem Werte; sie hat der Forschung, wie gesagt, 
schon wichtige Anregung geboten und wird sie, der Öffentlichkeit nun zugäng- 
licher als bisher, wohl in noch höherem Grade bieten können. 
Die zeitlich zunächst stehenden Werke gehören der Textilgruppe an. 
Die meisten dieser Stücke, übrigens viel mehr als hier zur Wiedergabe 
gelangen können, wurden aus einer Spende Ihrer Exzellenz Frau Marie 
" Das lange rnnkenanig geschmückte Stück unten ist wohl ein Grill", anscheinend aus dem ll. Jahrhundert 
n. Chr.; die runde Fibel links darüber zeigt einen Raubvogel, der auf einen Hasen stößt.
	        

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