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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 3 und 4)

Dieses gründliche zwei- 
bändige Werk ist gerade 
dadurch interessant, daß es 
die literarischen Quellen be- 
sonders eingehend berück- 
sichtigt und authentische 
alte zeichnerische Darstel- 
lungen, die ja in manchen 
Perioden reichlich zur Ver- 
fügung stehen, sehr gewis- 
senhaft verfolgt. 
Die Verfasserin legt auf 
das entwicklungsgeschicht- 
liche Moment besonderen 
Wert und sucht von der 
Entstehung, Ausgestaltung 
und Wanderung der Typen 
ein möglichst lückenloses 
Bild zu geben, das vor 
allem die größeren und 
bedeutenderen Leistungen 
der Gartenkunst festzuhal- 
ten strebt. Man fühlt es bei 
der Lektüre immer wieder 
und sieht es an der Auswahl 
der Illustrationen, daß es 
sich hier um eine Autorin 
handelt, die mit wissen- 
Persischer Ganenteppich (nach Luise Gothein) schaftlichen Methoden 3T" 
beitet und weniger auf den 
künstlerischen Eindruck als auf die historische Bedeutung der Leistungen 
Gewichtlegt. Die Abbildungen, welche diesen Zeilen beigegeben sind, wurden 
aus derjenigen Gruppe gewählt, die einen bildlich anregenden Wert besitzt. 
Die größte Zahl der aus alten Gartenwerken oder archäologischen Publika- 
tionen entnommenen Bilder sind von dem begleitenden Texte sehr abhängig, 
der immer wieder gewisse berühmte und wichtige Gartendenkmäler heraus- 
hebt und der Aufzählung und Beschreibung derselben weiten Raum gibt. 
Dadurch erhält allerdings der Aufbau des Werkes eine komplizierte und 
ungemein breite, detailreiche Gestalt. Wir lernen eine außerordentlich große 
Zahl von wichtigen Einzelerscheinungen kennen, deren Darstellung mit 
größtem Fleiß aus den literarischen Quellen geschöpft ist, und müssen uns 
oft selbst erst den hohen Standpunkt erobern, von dem aus der zusammen- 
fassende Überblick, das Erkennen des Typischen des Wesentlichen ermög- 
licht wird. '
	        

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