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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 3 und 4)

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Laubwand, die grüne Mauer, die zu den kräftigsten formalen Wirkungs- 
elementen der Zeit gehörte und der Vorherrschaft architektonischer Prinzipien 
den bestimmtesten Ausdruck gab. 
Es ist hier besonders hervorzuheben, welchen bedeutenden Rang die 
österreichischen Anlagen unter den europäischen einnehmen und wie Wien 
mit seinem Belvedere und Schönbrunn glänzend hervortritt. 
Es ist ferner besonders zu betonen, daß der Gedanke der Gartenstadt, 
der in unserer Zeit aus sozialpolitischen ebenso wie aus künstlerischen 
Erwägungen heraus Leben gewann, in der Großzügigkeit barocker Stadt- 
Veranda mit Topfgewächsen in China (nach Luise Gothein) 
anlagen mit den mächtigen Parkgebieten eine sehr wichtige Vorarbeit 
geleistet findet. Nicht bei der Neuschaffung kleiner, dem Terrain angepaßter 
Stadtbilder. wohl aber bei der Umgestaltung der Großstädte bildet dieser 
unschätzbare Besitz eine unendlich wichtige Stütze. 
Alle mehr von landschaftlichen Verhältnissen und den Bedürfnissen 
der Anpassung bestimmten Ziele der kleinen Gartenstadt finden in der 
romantischen Bewegung eine 7' allerdings nur in bedingtem Sinne als 
wertvoll aufzufassende 7- Stütze, welche als Gegenströmung zur feudalen 
Herrschaft mit dem Ende des XVIII. Jahrhunderts auftrat. 
Luise Gothein weist durch eingehende Beleuchtung der ostasiatischen 
Gärten, des früheren chinesischen und späteren japanischen insbesondere, 
auf die Einwirkung hin, die von exotischen Kulturen bis in den äußersten
	        

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