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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 3 und 4)

Seidenstickerei auf Leinen, XII. bis XIII. jahrhundert, S], der wirklichen Größe, erworben aus der Spende Ihrer 
Exzellenz Frau Marie Durnba 
Dumba erworben. Vor allem wäre hier das auf Seite x xo abgebildete Stück zu 
erwähnen. Es ist in freier Seidenstickerei (sogenanntem ineinandergreifenden 
Flachstiche) auf Leinwand ausgeführt; die Farben sind Rot, Blau, Gelb, 
Weiß, Schwarz und ganz Dunkelblau. Die Umrisse bestehen überall aus 
einem feinen roten Seidenfaden, der sich auch dort, wo die ganze Form rot 
ist, im Tone davon unterscheidet; es ist wohl sicher, daß man zunächst 
die ganze Umrißzeichnung mit einem bestimmten (roten) Faden ausgeführt 
und dann erst die Füllung eingetragen hat. An Stellen, wo die Stickerei mehr 
verletzt ist, zum Beispiel in der Ecke rechts oben, ist noch die Vor- 
zeichnung der Umrisse, die mit einer Art Rötel ausgeführt ist, zu erkennen. 
Nebenbei bemerkt, haben sich die nun leeren, früher aber mit Seide bedeckten, 
Formen lichter erhalten als die Umgebung, was man selbst auf der Abbildung 
noch bemerken kann; ausgefallen ist hauptsächlich das Weiß, das bekannt-
	        

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