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Volltext: Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 7 und 8)

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 .V     erzeuger an, die staatliche För- 
        m, derung genossen} Die Ausfuhr 
1-  3  3 1.     
q 3 a  ,   von osterreichischen Floren er- 
   , . ,   
_1      streckte sich damals bereits auf 
   "I '14 T: Polen, Rußland und die TÃŒrkei. 
3 1 "I, "g 3, Y, E, Wir heben unter den vom 
4' 1 5  1 Y_ I  
f ß  3' S i  Staate Geforderten besonders 
 "i     Christoph Andre (Andreae) zu 
Abb. X4. "Miniatursamt." Wassergriin in schwarzem Grunde. Muhlheln? am Rfleln hervor'_ der 
wun. Größe. vuu Mestrozi in Wien, m9 (Österr. Museum) sich bereit erklart hatte, seinen 
Àltesten Sohn und seinen Fabriks- 
direktor BrÀunlich nach Osterreich zu senden und nach lÀngeren Unterhand- 
lungen im Jahre 1787 in einem ehemaligen Kloster zu Wiener-Neustadt, das 
man ihm ÃŒberließ, unter dem Titel "K. k. privilegierte NiederlÀndische 
Seidenfabrik" ein großes Unternehmen grÃŒndete?" 
Diese Fabrik entwickelte sich rasch zu einer der größten in Osterreich; 
im Jahre 1790 beschÀftigte sie schon 400 ArbeitskrÀfte. 
Andre und BrÀunlich trennten sich spÀter; doch behielten beide Fabri- 
kanten ihre hervorragende Stellung, besonders die Andresche Fabrik blieb 
bis ÃŒber die Mitte des XIX. Jahrhunderts eine der hervorragendsten in Oster- 
reich. KeeßÌ" sagt im Jahre 1820 von ihr: „Einer rÃŒhmlichen ErwÀhnung 
wÃŒrdig ist die besonders in Sammten und reichen Stoffen ausgezeichnete 
Fabrik des Herrn ChristofAndrÀ in Wiener Neustadt. Diese Fabrik war sonst 
eine Verlagsfabrik, das ist sie hielt eine QuantitÀt Muster, und verlegte in 
frÃŒheren Zeiten 220 StÃŒhle, welche die vorzÃŒglichsten Arbeiten lieferten, wie 
denn die Fabrik auch schon frÃŒh Absatz im Ausland sich zu verschaffen 
wußteßi 
Wegen ihrer großen Bedeutung glaubten wir auf diese Fabrik besonders 
hinweisen zu sollen, obgleich sie ihren Sitz nicht in Wien selbst hatte. Bei 
der NÀhe Neustadts stand das Unternehmen natÌrlich immer in engster 
 Seite x88 8'. 
H" Vgl. Bujatti, Seite 57 H.  Der Name wird in den Àlteren Quellen verschieden geschrieben: "Andre" 
oder "Andrae". Ein altes Musterbuch im Österreichischen Museum trÀgt die Bezeichnung: Carte d'Echantillons 
de C. Andreae Öls et Braeunlich À WL-Neustadt", so daß wir wohl diese dritte Schreibweise fÃŒr die eigentlich 
richtige halten dÃŒrfen. Der Einfachheit wegen be- 
halten wir aber die hÀufigere Form "Andre" bei.       4.     
"À A. a. O. Il x, Seite 302.             
1 Dies War ÃŒbrigens auch bei Hombostel             
der Fall. Über den Handel ums dem Auslande f f f. f f f  f f j f i 
siehe Helene Deutsch, Seite 125. FÃŒr den Aus-             
landabsatz war auch die Verwendung dÌnneren g g  À g. 5. 5 5 g À -g  
Gold- und Silberdrahtes gestattet. j j f f f    j f f f 
Im Jahre 1787 hatte Ìbrigens auch der  À           
in Wien bereits ansÀssige Seidenzeugfabrikant  À  À g  E E  À À À 
Cagniano in Mödling ein aufgehobenes Kloster        E     
fÃŒr seinen Betrieb erwOrben. In Triest wurde dem   i          
Seidenzeugfabrikanten Morpurgo gleichfalls ein 
Kloster Ìberlassen. Förderung erfuhr auch der Abb. 15. ,.Miniatursamt." GrÌn "ombriert" auf mehr- 
Seidenzeugfabrikant Michael Ritter (1789). Siehe farbigem Grunde. Wirkl. Größe. Von Mestrozi in Wien, 
Helene Deutsch, Seite 126.  rÀxg (Österr. Museum)
	        

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