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Volltext: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 3 und 4)

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Geschnitzte Truhe mit spielenden Putten, Rom, Ende des XVI. jahrhunderts (Wien, Österreichisches Museum 
für Kunst und Industrie) 
Pesellinos verraten, von derselben Hand seien wie die Nrn. 163 und 164 
und die anderen dem Paris-Meister zugeschriebenen Bilder. In den Nrn. 152 
bis 155 scheint mir eine große Ähnlichkeit der Bewegungen auf einen Zu- 
sammenhang mit dem Dido-Meister (Nr. 218 ff.) hinzuweisen. Die Petrarca- 
Triumphe auf dem Möbelstück der Uftizi (Nr. 208 bis 21x), das vielleicht 
ein Vorsatzschirm für eine Badewanne gewesen sein könnte, nach Schu- 
bring toskanisch vom Cassone-Meister, dürfte mit den Bildern Nr. 434 und 435, 
die Schubring Sassetta, Venturi einem Nachfolger Pieros zuschreiben, die 
jedenfalls sienesischen Charakter zeigen, zusammengestellt werden können. 
Für die Verlobung (Nr. 676, Berlin) möchte ich die Lombardei (Mailand) 
als Ursprungsland in Vorschlag bringen. 
Solcher Umordnungs- und Urnbenennungswiinsche könnte man wohl 
noch manche laut werden lassen, aber Änderungen im einzelnen werden, 
wie ich glaube, das Gesamtbild der Entwicklung, das sich aus der Reihen- 
folge der Bilder im Tafelbande und im Texte des Schubringschen Werkes 
ergibt, nicht wesentlich umgestalten können. Ein imposantes Material ist 
hier, und zwar wohl in annähernder Vollständigkeit, zusammengetragen 
und auch wissenschaftlich verarbeitet und für weitere Studien vorbereitet 
worden. Wer es aufmerksam betrachtet, wird seine Freude daran haben 
und sein Verständnis für das, was dekorative Kunst im eigentlichen Sinne, 
Kunst im Dienste der Ausschmiickung von Gegenständen und Räumen des 
täglichen Gebrauches - im Gegensatze zur Kunst allein im Dienste des 
Gedankens oder zu der nur für Künstler bestimmten von heute - für die 
Lebenskultur bedeuten kann, vertiefen und erweitern. 
Als Ganzes entspricht das Abbildungsmaterial, wie die reiche, aber 
solide Ausstattung des Werkes überhaupt, durchaus den wissenschaftlichen 
Anforderungen und, wie ich glaube, auch denen des guten Geschmackes. 
Die Abbildungen sind als Lichtdrucke vorzüglich und zum größten Teil 
sind auch die photographischen Unterlagen, unter denen die vortrefflich 
klaren eigenen Aufnahmen des Verfassers besonderes Lob verdienen, gut
	        

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