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Volltext: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 5, 6 und 7)

an Niedermayer. Ebensowenig sind wir im klaren darüber, mit welchem 
Rechte zum Beispiel die kleine bemalte Büste des Kaisers Franz Stephan 
(Eigentum des Österreichischen Museums)? dem Niedermayer zugewiesen 
wird. 
Es wäre neuerlich die Frage aufzuwerfen, welche Rolle denn eigentlich 
Ludwig Lück (auch Lückh, Lieck, Luik und Lücke geschrieben) in Wien 
gespielt hat, der 1750 aus Meißen nach Wien gezogen, zum ersten Modell- 
meister und kaiserlich-königlichen „Kunst-Camerier" ernannt und mit 
einem Gehalt von 1000 fl. besoldet, also dem Niedermayer bei sonst 
gleicher Rangstellung vorgezogen wurde." Folnesics schreibt dem Lück, 
der nur bis 1752 in Wien verblieb, einen maßgebenden Einüuß zu, 
während Braun dies bestreitet. Die in jenen Jahren erlassene Instruktion an 
den Modellmei- 
ster: „sich auf 
Inventionen zu 
verlegen, aber 
nicht allein auf 
jene, so etwan 
mehr auf Curio- 
sität und Her- 
vorthuung ihrer 
Kunst dienen, 
sondern auch 
auf jene, so kur- 
renteWaareab- 
geben und doch 
auf einen be- 
sonderen Gu- 
sto, wozu Lieb- 
haber angereizt 
werden, das 
sorgsame Auge 
trafen", bezieht 
Folnesics auf 
t Abgebildet 
bei Folnesics-Braun, 
a. a. 0., Seite x77. Ein 
unbemaltes Exemplar 
im Schloß Slatinan des 
Fürsten Auersperg. 
H Folnesics- 
Braun, a. a. 0., Seite 
62 und x78 bis x79; 
vgl. auch Chr. Scherer, 
"Studienzurlälfenbein- 
plastikderBarockzeit", 
Seit: 74 H. Tafelaufsatz, Porzellan, Wien, um 1750
	        

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