MAK

Volltext: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 5, 6 und 7)

mustergültig ist vor allem die Anordnung 
der Steine am Kreuze. Seit Jahren ist dieses 
Reliquiar in Wien. Als wir vor kurzem er- 
fuhren, daß der Verkauf dieser Edelarbeit 
ins Ausland zu befürchten sei, haben wir 
uns rasch entschlossen, sie für das Öster- 
reichische Museum zu gewinnen. 
Die neuerliche, durch diesen Ankauf 
verursachte Beschäftigung mit Mack hat 
zu der Studie geführt, die ich ebenso wie 
eine kleine Abhandlung über Anton Koth- 
gassner und Josef I-Iaberl hier folgen lasse. 
DER I-IOFJUWELIER 
FRANZ EDLER VON MACK. 
Franz Mack kam am I. Jänner 17 30 
als nachgeborner Sohn des aus Stadt Steyr 
stammenden k. k. Hoftafeldeckers und Bür- 
gers Johann Georg Mack (im Totenproto- 
 
Blauiiberfangener Beinglasbecher mit „filigran- 
artiger Vergßldvng" von Fr- Egßmwnn in koll von St. Stephan Mäckh genannt), in 
Hain 1833m X835 ,Wien zur Welt?" Über seine Lehr- und 
Jugendzeit wußten wir bisher nichts, auch seine spätere Entwicklung war 
in Dunkel gehüllt. Ich bin in der Lage, auf Grund der unten angegebenen 
Aktenstücke eine ganze Reihe wichtiger Mitteilungen über ihn zu machen. 
Man hat verschiedene auserlesene, mit 
Juwelen reich geschmückte Wiener Gold- 
schmiedearbeiten der Maria Theresianischen 
und Josefinischen Zeit, die mit der Meister- 
marke J. M. gezeichnet sind, irrtümlich auf 
ihn bezogen. Die Punze müßte aber die Buch- 
staben F. M. tragen, wenn die Arbeiten von 
ihm wären. Ich habe im Katalog unserer 
Ausstellung alter Gold- und Silberschmiede- 
arbeiten 1907 und in „Kunst und Kunsthand- 
werk", Jahrgang X, nachgewiesen, daß es sich 
in diesen Fällen um Werke des Wiener Gold- 
schmiedes Josef Moser" handelt, sie sind teil- 
4 Vgl. „Gedenkschrift eines verdienstvollen Wiener 
Bürgers Franz Edlen von Mack, Hofjuwelier der Kaiserin Maria 
Theresia und seine Bedeutung für Kalkshurg, Mauer und Um- 
gebung". Von D. S. Mayer von Rosenau, Lehrer, Atzgersdorf bei 
Wien 1904. 
m" Meister seit 1747, x75: junger. 1760 alter Meister. Vgl. 
meinen Aufsatz „Zur Geschichte der Wiener Gcldscbmiedekunst" 
in „Kunst und Kunsthandwerk," VII, Seite 43 und 55 (Sonder- Trinkglas, Überfang mit Email, von 
abdTuCiÜ- Schappel in Haida, r865 

	        

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