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Volltext: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 5, 6 und 7)

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Mag man über die Entstehung und die geschichtlichen Zusammenhänge 
der besprochenen Arbeiten vorerst aber auch nicht völlig ins Reine kommen, 
an der ausgezeichneten Schönheit der Stücke wird niemand zweifeln, der 
sie vor Augen hat. Da dieser Genuß weiteren Kreisen der Kunstfreunde 
vielleicht aber nur kurze Zeit möglich sein wird - sie sind gegenwärtig beim 
Hoftischler ]. W. Müller? ausgestellt -, so glauben wir auf sie nicht nur hin- 
weisen, sondern sie auch im Bilde festhalten zu sollen, um so mehr, als 
öffentliche Sammlungen, besonders unter den gegenwärtigen Verhältnissen, 
auf die Erwerbung so kostbarer Stücke wohl verzichten müssen, falls ihnen 
nicht eine besondere Unterstützung zuteil wird." 
AUSJSTELLUN-Gxi-EINFACHEN HAUSRATES s:- 
VON "HARTWIG" FIS-CHEL-WIEN so 
 
IT der Schaustellung von Probestücken einfachen 
I-Iausrates ist der zweite und so wichtige Teil jener 
Aktion eingeleitet worden, welche im Auftrage des 
k. k. Ministeriums für öffentliche Arbeiten ein- 
setzte, um der armen Bevölkerung in den kriegs- 
betroffenen Gebieten gute, gefällige, brauchbare 
und preiswürdige Typen für neu anzufertigenden 
Hausrat zu bieten. 
In Heft 3 und 4 dieses Jahrganges ist der vor- 
bereitende Schritt besprochen worden, welcher 
in der Veranstaltung eines Wettbewerbes zur 
Erlangung von Entwürfen und in der Veröffentlichung des Resultates der 
prämiierten Entwürfe bestand. Der handliche Band, der rund 50 Typen- 
gestaltungen umfaßt, ist den Genossenschaften und Werkstätten zugänglich 
gemacht worden, welche, abseits von der großen Möbelindustrie schaffend, 
für solche Arbeit besonders in Frage kamen. 
Mit der Einsendung von Probestücken, zu welchen die Wettbewerbs- 
entwürfe Anregung boten, ist nun der praktische Beweis für die Fruchtbar- 
keit dieser Anregungen erbracht worden. Zugleich hat die rege Beteiligung 
tüchtiger Kräfte an dieser Aktion die Leistungsfähigkeit zahlreicher Betriebe 
in Wien und in einigen Kronländern erwiesen, welche bisher noch wenig 
Gelegenheit fanden, in den Räumen des Museums öffentlich aufzutreten. 
Die Leistungen, die nun zur Schau gestellt sind, zeigen verständnis- 
volles Eingehen auf die leitenden Grundgedanken der ganzen Aktion. Es 
konnte daher mit einer Zuwendung zahlreicher Preise vorgegangen werden, 
welche zur Verfügung standen. 
x Wien. V., Einsiedlerplatz 3. 
M Während des Drucks dieser Besprechung sind die ganzen Arbeiten übrigens in Wiener Privalbesitz 
übergegangen.
	        

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