MAK

Full text: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 5, 6 und 7)

als Sitzmöbel oder Ruhebett tagsüber zugeführt werden kann. Auch hier ist 
viel Gewicht auf eine durchdachte Konstruktion gelegt, die das Zerlegen der 
Möbel in kleinere Teile und das leichte Handhaben ihrer Zusamrnenfügung 
ermöglicht. 
Wenn auch die sehr verbreitete Bettform mit senkrechten Häuptern 
dem städtischen Bedürfnis entspricht und in guter Urnrißgestalt mit vollen 
Brettwänden und geradlinigem Gitterwerk mehrfach ausgebildet wurde, so 
liegt doch sicherlich in der niedrigen Lagerstätte mit schrägem Kopfteil 
eine mannigfaltigere Verwendbarkeit, daher wird in dem vorliegenden Falle 
diese Variante einen besonderen Wert besitzen. Die aufgebauten und niederen 
Schrank- und Truhenmöbel haben eine besonders sorgfältige Beachtung 
erfahren und zeigen auch formal einige sehr glückliche Ausbildungen. 
Bei den Kleider- und Wäscheschränken zeigt die Brettkonstruktion ihre 
gute, erfolgreiche Anwendbarkeit. Da sind 
schwere Typen mit sichtbaren Einschub- 
leisten an der Außenseite und betonten 
Schwalbenschwanzverbindungen der Brett- 
türen, sie zeigen auch die einfachere Ober- 
Hächenbehandlung mit Hobel und Wachs. 
Dann sind Übergänge zur Gliederung 
mit einfachstern Gesimsabschluß da, welche 
besonders dadurch ihre breite und massive, 
fast monumentale Wirkung erlangen, daß 
die Türen nicht an den schmalen 
Vorderkanten der Seitenwände, 
sondern an kräftigen, lisenenartigen 
Rahmenteilen hängen, die dem 
ganzen Bau eine würdige Breite 
geben. 
Sichtbare Zahnverbindungen 
der Rahmenteile und Sockel, her- 
vortretende Zapfen und Einschübe, 
kräftige Bänder, Knöpfe und ganz 
sparsame Ausschnitte an Füßen 
geben in Verbindung mit der zu- 
meist massiven, kräftigen Dimen- 
sionierung den Schrankmöbeln 
einen erheblichen Reiz, der noch 
durch die Maserwirkung des Holz- 
materials verstärkt wird. 
Hier sind wohl die besten 
Erfolge der Aktion erreicht worden, Ausstellung einfachen Hausrares. I. kleiner Preis: 
- - - Genossenschafdiches Möbelhaus von Wiener Tischler- 
Indem eine durchaus emfachq rneistem, vu.. Mariahilfersuaße 7a. Lehnstuhl (siehe 
sachliche Gestaltungsweise durch Abbildung gegenüber) 
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