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Volltext: Monatszeitschrift XIX (1916 / Heft 11 und 12)

Maschinstuhls . . . . . worauf 4 Stück breite seidene Bänder oder Binden 
zugleich gewebt werden können." 
Im Jahre 1821 erhielt der Bandfabrikant Josef Göbel ein Privileg auf eine 
Erlindung, die durch eigenartige Anwendung desJacquard-Systems auf Mühl- 
Stühlen eine Verbindung des Quadrillierens mit dem Broschieren erlaubte." 
In demselben Jahre wurde dem Wiener Franz Tumfort ein Privilegium auf 
die Verbesserung der Mühlstühle erteilt. i" 
In das Jahr r822 fällt ein Privilegium des Josef Reyl für eine eigentüm- 
liche Verbindung des Mühlstuhles mit einer Figurenmaschine (Jacquard- 
Leinen- oder Trommelmaschine), die sich besonders für seidene Hosen- 
trägerbänder (Treß-I-Iosenbänder) eigneterf 
Im Jahre 1822 erhielt Karl WaldhörH ein Privilegium auf eine neue 
„Ladhebemaschine am Schubstuhle, mittels welcher, in Verbindung mit der 
Steiglade, alle Gattungen quadraillirter und broschirter seidener Modebänder 
auf vortheilhafte Art erzeugt werden können". 
Mit Verbesserungen der Samtbanderzeugung befaßten sich der Seiden- 
bandfabrikant Karl Seehorst und der Posamentierer Johann Rother in Wien 
sowie der Samtbandfabrikant Anton Mohr in Wiener-Neustadt. 
Im Jahre 1823 erhielt der Seidenzeugmacher Ignaz Wanbacher ein 
Privileg für eine Verbesserung der Mühlstühle durch Erleichterung des 
Schützenwurf es. H? 
, In demselben Jahre wurde dem bereits erwähnten Tumfort für eine 
Erfindung zur besseren Herstellung einfacher und tigurierter Atlasbänder 
ein Privileg verliehene Zu bemerken wäre auch, daß es dem Wiener 
Posamentierer Josef Georg Kienesperger gelang, die Jacquardsche Erfindung 
auf dem Posamentierstuhl zu übertragen. 
Im Jahre 1824 erhielt Kienesperger weiters ein Privilegium auf seine 
Erfindung, „Gold- und Silberborten, wie auch Borten aus Seide und Harras- 
garn, auf dem Posamentierstuhle in halbrunder Form zu erzeugen", so daß 
sie sich an Tschakos, Korsenhüte und anderes ohne Falten anschließenf" 
Im Jahre 1824 wurde dem Posamentierer Bartholomäus Moschigg ein 
Privilegium für Bortenbänder und andere Bänder in Jacquard-Art erteilt. 
In demselben Jahre erhielten die bereits erwähnten Neuffer, Wreden 
u. Cie. ein Privileg für eine neue „Vorrichtung zum doppelten Lauf auf jedem 
Mühlstuhle". o O O ' 
x Keeß, a. a. 0., Seite 39x; besonders Keeß und Blumenbach, Seite 492. 
i" Näheres bei Keeß und Blumenbach, a. a. 0., Seite 4g3_'4. 
"i" Näheres ebenda, Seite 494. 
1- Ebenda. Seite 4g4j5. Wir bemerken hiezu, daß auf der Ausstellung des Jahres 1835 der Weber 
Heinrich Lotz „Hosenträgerbändef brachte „mit freien, sich nicht wiederholenden Dessins aller An (selbst 
Portraits, Landschaften, Thierstücken u. dgl.), auf eine neue, dem Hrn. Aussteller eigenthilmliche Art einge- 
webt, nach welcher das Ausschneiden der Fäden auf der Kehrseite nicht Statt findet". (Bericht der . . . Aus- 
stellung im Jahre 1835, Seite ror.) 
1'1- Vgl. KeeB und Blumenhach, a. a. 0., Seite 49a. 
1-11- Keeß und Blumenbach, a. a. 0., Seite 495. 
q Ebenda, Seite 496. 
o" Ebenda, a. a. 0., Seite 488. 
o" Ebenda, a. a. 0., Seite 492.
	        

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