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Volltext: Monatszeitschrift II (1899 / Heft 8)

nach gewisser Richtung für 
das Geschäft brauchbar, wurde 
der Unterricht immer lässiger 
und des „Ausholzens", das 
heisst des Freimachens der 
von anderen geschnittenen 
Tonflächen oder des Kreuz- 
lagenschneidens, sowie der 
Wiederholung derselben For- 
men war kein Ende. Bei müh- 
samer, gezwungener Stichel- 
führung versteifte sich die 
Hand immer mehr und die 
Gefahr lag nahe, dass sie bald 
für den freien Schnitt ein für k 
  
_ __ Aus „La Baleliere de Postunen" 
allemal verdorben sein wurde. (Collection Chardon 131m) 
Neben diesen technischen Pro- 
ceduren wurde das Bleistiftzeichnen in Strichlagen nach Stichen, deren 
Originale von Führich und Overbeck herstammten, fleissig geübt. So 
waren es durchwegs abstumpfende und auf die Dauer geisttödtende 
Arbeiten, denen sich der ehrgeizige Jüngling unterziehen musste. 
Eine Freudlosigkeit bemächtigte sich seiner, die verhängnisvoll 
geworden wäre, hätte sich in diesem Augenblicke nicht ein Mann 
gefunden, der die Befähigung Steinmanns über die Grenzen des rein 
Handwerklichen hinaus erkannte und nichts versäumte, sie zu fördern 
so weit es in seinen Kräften lag. Es war dies Professor Machold, 
Lehrer an der technischen Militär-Akademie und Leiter einer all- 
gemeinen Zeichenschule am Gymnasium in der Wasagasse. Er liess 
ihn anfänglich Ornamente zeichnen, dann Köpfe und Figuren nach Gips- 
modellen und gab ihm Vorlagen von Dürer und 
L. Richter nach Hause zum Copiren mit. Das 
Arbeiten unter Macholds Führung söhnte den 
strebsamen Lehrling wieder aus mit seinem 
Berufe und erfüllte ihn von neuem mit frohen 
Zukunftsplänen. Machold selbst gewann den 
stillen, fleissigen und bescheidenen Jungen in 
d l kurzer Zeit ungemein lieb und wurde ihm 
auf Lebenszeit ein väterlicher Freund und 
treuer Berather. 
M! "Thüm Aubmu Eine entscheidende Wendung trat jedoch 
(Cqllgcügn mqunhum.) für den Jungen Xylographen erst in dem 
  
Alalwi- "r i
	        

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