MAK

Full text: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 2)

Brokat, XIII. bis XIV. Jahrhundert (K. k. Österreichisches Museum) 
WILHELM BERNATZIK. Eine reichhaltige Gedächtnisausstellung von Bildern 
und Studien des im November 1906 verstorbenen Künstlers hat das Wiener 
Publikum reichlich interessiert. Sie fand in beiden Miethkeschen Ausstellungsräumen gleich- 
zeitig statt und entsprach dem ganzen Entwicklungsgang des rastlos strebenden Malers, der 
sein Ziel nie erreichen sollte. Er trug, wie Alfred Roller über ihn schreibt, „ein schweres, 
rätselhaftes Leiden in seinem Körper" und war bestimmt, nie zur vollen Entwicklung zu 
gelangen. In den zwanzig Jahren seines überschaubaren Wirkens machte er, von seiner 
guten Wien-Pariser Schulung (Bonnat) aus, den ganzen Gang der modernen Malerei mit. 
Von der Stimmungslandschaft der Barbizoner aus, die ihm nach der kühlen Skala hin am 
besten lag und in der er eine starke Verwandtschaft mit Hörmann zeigt, zu den modernsten 
Licht- und Luftphantasien hin. Zu den feinen Staub- und Nebelstimmungen des Steinfeldes 
und Neunkirchens, ja bis in die Nachbarschaft der Klimtschen Landschaft, wie in seinem
	        
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