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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 2)

fällt das Resultat keines- 
wegs zu Gunsten der letz- 
teren aus, von städtischen 
Wohnungen des bürger- 
lichen Mittelstandes ganz 
zu schweigen. In Bauern- 
häusern, wie sie der Bre- 
genzerWald noch zahlreich 
aufzuweisen hat, wohnt 
sichs ungleich besser als 
in den meisten Unter- 
kunftsstätten des bürger- 
lichen Mittelstandes. Einen 
Dienstboten in der Küche 
zur Nachtzeit unterzubrin- 
gen oder Schlafstellen im 
gleichen Raume zu eta- 
blieren, wo die Mahlzeiten 
eingenommen werden, das 
Gele keinem Wälderbauem 
ein. Dergleichen unappetit- 
licheVorkommnisse sind ein 
Vorrecht der Großstädter, 
die mit dem wohlwollenden 
Lächeln der höher und feiner 
Gebildeten auf die bäuer- 
liche Bevölkerung herab- 
sehen. Damit soll nun nicht 
etwa gesagt sein, daß die 
bäuerliche Bauweise überall 
in der Welt nachahmens- 
wert sei, denn nicht überall 
steht die ländliche Bevöl- 
kerung auf einem so aus- 
gebildeten Bedürfnisniveau 
wie in dem wenige Quadrat- 
meilen großen Lande, von 
dem hier die Rede ist. 
Der Wälderbauer un- 
terscheidet sich in vielen 
Punkten von seinen rätho- 
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romanischen oder deutschen Nachbarn. Er spricht ein Deutsch, das man als 
„gut" bezeichnen muß; er ist durchschnittlich ein haushälterischer Mann, 
dem das Wirtshaus nicht zur zweiten Heimat geworden ist. Er hält etwas
	        

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