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Volltext: Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 4)

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embleme sind Steine und Krystalle eingelassen, doch ihr Flimmern strahlt nicht über eine 
glühende, schmelzende Farbensymphonie. Es ist befremdend, dass dem feinen Geschmacks- 
sinne Herkomers nicht wenigstens die coloristische Abtönung reizvoll gelungen ist. 
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Neue Gläser sehen wir bei Keller und Reiner. Sie sind von dem Münchener Riemer- 
schmid. Sie reichen aber nicht an die Wohlgestalten der Behrensschen heran, auch 
Kolornan Moser wäre ihnen vorzuziehen. Peter Behrens' Gläser haben in ihrem Aufbau 
musikalischen Rhythmus, ein wundervolles Linienspiel, vor allem im Sect- und Rheinwein- 
kelch. Die Theile, Fuss, Stengel, Kelch, sind nicht aneinandergesetzt, sondern sie 
erwachsen auseinander in organischer Entwicklung. Das Rund des Fussblattes liess aus 
seinem Mittelpunkt in allmählicher Ausstrahlung den Stiel aufsteigen, der aufstrebend in 
mässigem Auf- und Abschwellen wiederum zum Kelch aufblühte. Nichts Erstarrtes 
war an diesen Gläsern, sondern alles Fluss, Bewegung, Rhythmus.
	        

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