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Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 1 und 2)

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grund, dazu kommen gol- 
dene und grüne Blätter. 
Das Werk, das sich nach 
dem Öffnen des Blüten- 
kelches zeigt, ist von 
, Joh. Caspar Hartmann in 
Wien" gezeichnet, doch 
ist es mir bei diesem Stück 
zweifelhaft, ob Werk und 
Gehäuse VQn def Ent- Abb. 68. Goldene emailliert: Dose mit Uhr (Sammlung der Frau Dr. 
stehung anvereintwaren. Gnu" sind" Wim) 
Für die beiden nächsten Uhren war die Birne das Vorbild. Die erste 
(Abb. 50, Länge 4'9 Zentimeter) ist in der Mitte horizontal zu teilen, die 
obere, aus rhombenßächig gehämmertem Gold gebildete Hälfte diente 
als Flakon, wobei der Zweigansatz den Stöpsel vorstellt, der untere Teil 
ist mit Golddrahtliligranauflagen gemustert. dessen einzelne Felder rot 
emailliert sind. Das Werk ist unbezeichnet, das Zifferblatt dagegen trägt 
die Inschrift: „Patry 8c Cheneviere". Ein Alexander Patry war gegen 
das Ende des XVIII. Jahrhunderts Uhrmacher in Genf (nach Britten). 
Die andere Birnenuhr gehört zu einer Gruppe von Emailarbeiten, 
die noch außer ihr einige Vertreter in der Sammlung hat (zum Beispiel 
Abb. 56 und 59) und welche direkt auf chinesisch-japanische Vorbilder 
zurückgehen; es sind lebhafte, bunte, naturalistisch wiedergegebene Blüten, 
Stauden und exotische Vögel auf tiefschwarzem leuchtenden transluziden 
Grunde. Diese Birne (Abb. 51, Länge 3'g Zentimeter) zeigt außerdem ein 
graviertes Zackenband als Bordüre und ist unsigniert. 
Von eiförmiger Gestalt, aber mit einem grünen stilisierten Blattfries 
unter dem Bügel, ist die nächste Uhr (Abb. 52, Länge 3'4 Zentimeter). Die 
untere Hälfte von der Öffnungslinie an abwärts ist rotbraun emailliert 
mit graviertem, rhombischem Muster; auch hier fehlt jede Adresse. Die 
Melonen- oder Kürbisuhr (Abb. 53, Länge 3'5 Zentimeter), mit geripptem, 
goldenem Körper, ist gleichfalls in der Mitte zu öffnen und erscheint in Blau, 
Schwarz und Weiß emailliert. Das Zifferblatt 
besteht aus graviertem Golde und trägt, eben- 
so wie das Werk, die Inschrift: „L8 Duchene 
et Fils". Der Meister ist uns bereits einmal 
in der Sammlung begegnet (vgl. Abb. 17). 
Die Pllaumenuhr (Abb. 54, Durchmesser 
3-4 Zentimeter) ist vertikal zu öffnen und 
zerfällt dann in zwei Hälften, welche das 
unbezeichnete Werk einschließen. Der Gold- 
grund ist mit rotem, gelbem und grünem 
Ahbjgl Goldene Das: mhuhr (Sammlung Maleremail bedeckt, auf welchem mit Perlen 
a" Frau m. Gustav Bloch, Wien) besetzte Rellefzweige aus grünem durch- 
 

	        

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