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Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 1 und 2)

Ludwig Schnorr von Carolsfeld, Landschaft mit Mönchen 
herbeigeströmt. Der Älteste dieses deutschrömischen Kreises war der Tiroler 
Josef Anton Koch. Seine Wasserfälle bei Tivoli aus dem Besitze der kaiser- 
liehen Gemäldegalerie sind eine freie Variante des Bildes, das aus dem Be- 
sitze des Freiherrn von Biegeleben auf der Berliner Jahrhundertausstellung 
zu sehen war. Auf die Schönheit der leicht dunstigen Ferne und den atmo- 
sphärischen Kampf von Sonnenschein und Regen berechnet, bezwingt das 
Gemälde durch die einfach große Zusammenfassung des Landschaftsbildes. 
Obwohl die meisten der Romantiker zeitweilig in Wien ihre Wohnung auf- 
geschlagen hatten und dort oft in St. Anna ausstellten, hat doch ihre groß- 
zügig idealistische Landschaftsauffassung hier so gut wie gar nicht Schule 
gemacht. Einzig in einem Bildchen des sehr seltenen Erasmus Engert, das 
einen Weinberg bei Wien darstellt und innerhalb der Wiener Landschafts- 
malerei ganz isoliert steht (Abb. auf Seite 55), scheinen mir die Licht- 
behandlung, die erstrebte Fernwirkung und der geschlossene Aufbau auf 
Einflüsse Oliviers und der römischen Sezessionisten zurückzuführen zu sein. 
Unter den romantischen Historienmalem, die man gewöhnlich Nazarener 
zu nennen pflegt, gehörte der Österreicher Josef Führich zu den jüngeren 
Talenten. Seine Begegnung Jakobs mit Rahel aus dem Jahre 1836 beweist
	        

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