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Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 1 und 2)

vollends aus den Reihen der gleichen Gräber oder dem Massengrabe, 
unter dem die Einzelpersönlichkeit zurücktritt, die Idee des Opfertodes für 
das Vaterland und die Idee des Vaterlandes selbst so mächtig empor, daß 
sie dort einer denkmalmäßigen Gestaltung entraten kann, um empfunden zu 
werden. Wir haben im 
Beratungsausschuß eine 
Reihe von für Soldaten- 
friedhöfe in Galizien ge- 
planten Denkmalen als 
eine überflüssige, ja stö- 
rende I-Iäufung erklärt. 
Ein anderes ist es, 
wenn dem Gedanken an 
die Größe des Helden- 
todes dort Ausdruck ver- 
liehen werden soll, wo das 
Kriegergrab nicht selbst 
gegenwärtig ist, wo für 
uns also an die Stelle des 
inneren Erlebens dieses 
Sterbens am Grabe die 
Erinnerung treten soll, die 
äußerlich geweckt werden 
muß. Hier entsteht das 
Denkmal, das Personen, 
Taten, schließlich dem 
Gedächtnis der großen 
Zeit selbst gesetzt wird. 
Es war die Absicht 
der Ausstellung, durch die 
Vorführung aller Arten 
von Denkmalmöglichkei- 
ten der Schablonenhaftig- 
keit der üblichen Vor- 
stellung vom „DenkmaW 
entgegenzuwirken. Durch 
systematische Anordnung Mausoleum Radetzkys inWelzdorf (nach einerAufnahme von s. Reiffen- 
hat sie dabei die Bedingt- "a" i" wie") 
heit der Denkmalformen von ihrer landschaftlichen oder baulichen Um- 
gebung zur Anschauung gebracht, wie sie auf gleiche Weise die Abhängig- 
keit der Grabzeichenformen vom Material klarmachte. Die Angliederung 
einer geschichtlichen Abteilung hat die Überschau über die Fülle der Denk- 
malmöglichkeiten nicht bloß erweitert, sondern in der gedrängten Übersicht 
über Jahrtausende bis zur Schwelle der Gegenwart so recht deutlich gemacht,
	        

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