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Full text: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 3, 4 und 5)

nur ein bloßer Zufall sein, sondern vielleicht auch für Donners Beeinflussung 
durch Steinl sprechen. Die aus weißem Marmor)" gebildete Gestalt des 
Kirchenfürsten, „eine Figur von unbeschreiblicher I-Ioheitvund Demut 
zugleich",'"' ist auf einem Betschemel aus rotem Marmor kniend mit über 
Esterhäzy-Statue von Raphael Donner 
der Brust gefalteten 
Händen dargestellt. Zu 
Füßen des Kardinals 
liegen auf einem Pol- 
ster aus rotem Marmor 
Fürstenhut und Stola. 
Die ganze Haltung und 
der Ausdruck des 
meisterhaft modellier- 
ten Kopfes zeigen die 
Demut des Mannes, 
der sich bescheiden 
stets nur , ,FraterEmeri- 
cus'-' nannte, spiegeln 
die tiefste Andacht 
wider, bringen aber 
auch die ganze Würde 
und Hoheit des Kir- 
chenfürstenundgebore- 
nen Grandseigneurs 
treffend zum Ausdruck. 
Liebevoll ist alles bis 
ins kleinste Detail auf 
das sorgfältigste durch- 
gearbeitet, die Behand- 
lung der Spitze des 
Chorhemdes zum Bei- 
spiel von bewunde- 
rungswürdiger Fein- 
heit, Es ist wohl keine 
Übertreibung , wenn 
wir diese Statue als 
das feinste Porträtwerk 
Donners, als eine der besten Porträtstatuen, die wir überhaupt kennen, 
bezeichnen. 
Der Boden der Kapelle ist aus grauen und roten Marmorplatten gebildet. 
Die in denselben eingelassene Gruftplatte trägt die Inschrift: 
" Das Material macht den Eindruck feinsten Carraramumors, dürft: aber (vgl. Seite 97, Anmerkung ') 
wahrscheinlich auch Karinsebeser Mumor sein. 
" (Xlg), Festschrift, Seite 26.
	        
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