MAK

Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 3, 4 und 5)

Handhabung in profanen Gebäuden zu finden, die auch dem Inhalt der 
Darstellungen eine weitere Bewegungsfreiheit gaben. 
In stilistischer Hinsicht finden wir die stärkere Gebundenheit an die 
konstruktiven Erfordernisse bei den früheren Perioden, die konsequente 
geometrische Durchbildung der antikisierenden Formen bei den früheren 
Beispielen; den wachsenden Reichtum (in bezug auf plastische Wirkung 
und Vergrößerung der Felderteilung) ohne Rücksicht auf die konstruktive 
Urform in der Blütezeit der Renaissance und endlich die freieste Formgebung 
und Umrißbildung in den späteren Perioden entwickelt. 
Denselben Weg hat die Decke im bürgerlichen Profanbau verfolgt. Öster- 
reich besitzt in seinen Alpenländern einen großen Schatz an künstlerisch 
wertvollen Beispielen. Das Holzgetäfel der Wände und die Holzdecke sind 
besonders in Steiermark, Salzburg, Tirol und Kärnten zu edler Durchbildung 
gelangt. Natur- 
gemäß bedingt 
der Profanbau 
einen engeren 
Zusammenhang 
zwischen Wand 
und Decke als 
der Monumen- 
talbau, dessen 
Steinarchitektur 
in der flachen 
Decke keine 
Fortsetzung di- 
rekter Art zu 
findenpflegtwie 
dies in dem 
engerenVerhält- 
nis der getäfel- 
ten Stube leicht 
möglich und 
nötig ist. Wenn 
wir bisher die 
Renaissance- 
decke in ihrem 
engen Anschluß 
an die antike 
Felderdecke be- 
handelt haben, 
so müssen wir 
der mittelalter- 
Gemalte Holzdecke aus Schloß Neuhaus IlChCII DCCkC
	        

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