MAK

Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 3, 4 und 5)

Ava 
AUS DEM WIENER KUNSTLEBEN S0- VON 
HARTWIG FISCHEL-WIEN S0 
ÜNSTLERHAUS. Zwei Kollektivausstellungen innerlich wenig verwandter 
Art füllten einige Räume des Künstlerhauses. Malerei und Architektur sind neben! 
einandergestellt und dabei zeigt sich die künstlerische Absicht in einer ganz anders 
eingestellten Richtung betätigt, als dies im Wesen dieser Künste sonst zu liegen scheint. 
Der Architekt, an die Forderungen der realen Welt strenge gebunden, mit Zweck und 
Bedürfnis, mit Material und Ökonomie stets rechnend, ist heute mehr wie jemals der 
Interpret einer harten Notwendigkeit, selten der Verkünder einer lebensfrohen und 
schöneren Welt. 
Hier ist Friedrich Obmann, der Träumer und Schwärmer mit Zirkel und Stift, in 
einer Folge gehaltvoller Entwürfe und mit einigen Ausschnitten ausgeführter Bauten auf 
der Seite der künstlerischen Romantik zu finden. 
Daneben wirkt John Quincy Adams mit den sinnenfrohen Porträten schöner 
mondäner Frauen als Realist des Lebens; verstärkt wird die Widerspiegelung einer realen 
Welt noch in den zahlreichen Ausschnitten aus den militärischen Kreisen, denen der 
Maler im Kriegspressequartier näherkam. 
Gemeinsam ist beiden vielleicht nur eine Anlehnung an alte, historische Kunst. Aber 
gerade diese glückt dem Maler viel weniger als dem Architekten. Die großen Meister, die 
 
Gemalte Decke in der Bibliothek des Stiftes Admon:
	        

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