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Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 6, 7 und 8)

 
mit der ganzen Summe technischer, naturwissenschaftlicher und mathe- 
matischer Kenntnisse seiner Zeit, nicht nur das, was er vorfand, beschrieb, 
sondern auf den verschiedensten Gebieten wichtige Verbesserungsvorschläge 
machte. Mit dieser „Description des arts et metiers" ist Reaumur einer der 
größten Förderer der neueren Kunstindustrie geworden; merkwürdigerweise 
aber hat sein Vaterland, dessen Akademie das hohe Verdienst hatte, der 
Anwendung der Wissenschaft auf das gewerbliche Leben in vorbildlicher 
Weise den Boden zu bereiten, sich seine wertvollen 
Untersuchungen über den Eisenguß nicht in gleichem 
Maße zunutze gemacht wie andere Staaten. In Schweden 
folgt der berühmte Swedenborg, weiten Kreisen nicht als 
Naturforscher und Techniker, unter denen er zu seiner 
Zeit einen hohen Rang einnahm, sondern als Mystiker 
und Theosoph bekannt, mit seinem Werke über 
das Eisen. In Deutschland übersetzte Johann 
Heinrich Gottlob von ]usti die von Bouchu er- 
weiterten Notizen und Schriften Reaumurs 
und veröffentlichte sie reich illustriert, aber 
allerdings in schlechtem Deutsch und 
mit zahlreichen Mißverständnissen 
1762 in Berlin, Leipzig und Stettin 
unter dem Titel „Schau- 
platz der Künste und 
Handwerke oder 
vollständige 
 
 
  
  
  
  
  
  
 
 
 
 
  
 
 
 
demien, Schu- 
len, Gesellschaf- 
ten und Sammlun- 
billigt von den Herren gen Englands, Frank- 
derAkademieder Wissen- reichs, Schwedens und 
schaften zu Paris". Zahl- _ _ Österreichs taten gleichfalls 
reicheandereSchriftenfolgten, Üäjjfggdjfjg das ihrige, das Eisenhütten- 
eine ganze Literatur entstand, Museum-Wien) wesen theoretisch und prak- 
die wissenschaftlichen Aka- tisch zu befördern. Schon die 
Kaiserin Maria Theresia und ihr Gemahl Kaiser Franz waren hiefür inter- 
essiert und die Schiile in Schemnitz, 1763 begründet, hat sich um die 
heimische Eisenindustrie große Verdienste erworben. England, das in den 
Anfängen seiner Arbeit auf dem Gebiete des Eisengusses viel, wenn 
nicht überhaupt alle Voraussetzungen des technischen Prozesses, Eisen 
in flüssigen Zustand zu bringen, von Deutschland gelernt hat, ist durch 
epochemachende Erfindungen an der Verwertung dieser Errungenschaft 
hervorragend beteiligt, so durch die Entdeckung des Einflusses, den die Ver- 
wendung von Koks (Cindres) für das Schmelzen des Eisenerzes im Hoch- 
ofen hat, und durch die Erfindung der Flammöfen und eine ganze Reihe 
Beschreibung 
derselben, ver- 
fertigt oder ge- 
 
  
  
 

	        
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