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Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 9 und 10)

weitem nicht so schön von 
Farben und Dessein, nur halb 
so dick wie jene, da ihre 
Textur nicht Sammt sondern 
Zwillichartig ist, folglich auch 
nicht so warm und dauerhaft; 
sie kosten aber auch nur halb 
so viel als jene, und die Bra- 
banter Elle nur I8 bis 20 gr. 
Auch in Teutschland, 
z. B. in Hamburg und Chur- 
Sachsen werden dergleichen 
Zeuche zu Fußteppichen ge- 
webt, die sehr wohlfeil sind. 
Unter allen Erfindungen des 
Luxus ist sicher die der Fuß- 
decken in Zimmern eine der 
besten, und für die Gesund- 
heit, wegen Erwärmung der 
Füße, eine der wohlthätigsten; 
deren Genuß, wenn man ge- 
rade "nicht Pracht damit ver- 
binden will, sich sehr leicht 
jeder nur etwas Wohlhaben- 
der verschaffen kann." 
Ergänzungen in tech- 
nischer und künstlerischer 
Hinsicht bietet uns dann eine 
Verkaufsanzeige in derselben 
Abb. 24. „Teppich, unatufgeschnitte-n, _Grund rot mit buntem Zeitschrift vom Jahre  
Dessm, 18m , l m der wirklichen Größe (Beiblatt Seite  Es 
heißt da unter der Überschrift „Englischer Teppich zu verkaufen": „Ein 
überaus schöner neuerfund noch unzusammengesetzter Englischer Fuß- 
teppich von sogenannter gezogener Arbeit, mit einer Bordüre ist zu ver- 
kaufen, weil man sich in der Verschreibung desselben aus England geirrt 
hat. . . . . Der Grund ist ganz dunkel kirschfarb und schwarz gestreift, 
mit 1 Fuß langen ovalen Feldern von ganz schwarzem Grunde, mit einem 
großen überaus schön gearbeiteten Bouquet von ponceau, blau, karmesin 
und blauen Blumen, deren Farben brennend lebhaft und schön sind . . . . 
Die Bordüre . . . hat schwarzen Grund, eine fortlaufende sehr brillante 
Blumen-Ranke, und an beyden Seiten eine iigurirte Kante . . ." 
Es ist klar, daß es sich bei solchen Stücken um maschingewebte Er- 
zeugnisse handelt. Und dies gilt auch von den nun in Linz versuchten 
Arbeiten. Eine der frühesten Erwähnungen der Teppicherzeugung in Linz 
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