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Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 9 und 10)

'die sicher nicht hinlangen, eine 
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gleich bemerkt - nicht die Bestimmung Franz" fällt hier in die Wag- 
schale, sondern eine briefliche Mitteilung Bodes an Franzf" die von 
letzterem als willkommene Unter- 
stützung seiner Bestimmung be- 
nützt wurde. Ich bin überzeugt, 
daß Bode diese Mitteilung zunächst 
nicht für die Öffentlichkeit be- 
stimmt hatte, überdies enthält sie 
nichts Apodiktisches, sondern den 
Rat, die Kandelaber „noch ein- 
mal darauf zu prüfen, ob sie nicht 
charakteristische Werke Donners 
aus der Zeit der ganzen Kapelle 
sind". Aus dem abgedruckten 
Briefe geht auch hervor, daß Bode 
die Originale nicht kennt und daß 
sein sehr vorsichtig gehaltenes 
Urteil lediglich aus den ihm vor- 
gelegten Photographien entspringt, . 
richtige Vorstellung - wie auch 
Franz zugibt" -- von den Bronze- 
werken zu gewinnen. 
Die Zuschreibung der Preß- 
burger Leuchter an Raphael Don- 
ner beruht bei Franz ausschließlich 
auf stilistischen Gründen: Doku- 
mente darüber scheinen sich nicht 
erhalten zu haben, wenigstens 
Franz hat keine gefunden. Es sei 
mir deshalb erlaubt, auch nur mit 
stilistischen Gründen zu entgegnen, 
die aber ausreichend genug sind, 
um die irrige Zuschreibung „Don- 
ner" für alle Zeiten zu erledigen 
und die alte, seit List - freilich 
nicht in der Lokaltradition - be- 
stehende Bestimmung „Italienisch, 
XVI. Jahrhundert" wiederum zu 
Ehren zu bringen, ja mehr noch, 
den Namen des Künstlers dieser 
"' „Kunst und Kunsthandwerk", ein, 
Seite 1045. 
"t" „Kunst und Kunsthandwerk", ein, Seite 
x05, Anmerkung. Abb. z. Pavia, Certosa, Bronzeleuchter von Fomana
	        

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