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Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 11 und 12)

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im Werke Altdorfers einsetzt, könnte sehr wohl durch ein Einwirken der 
Kunst Mantegnas, das in der Budapester Kreuzigung wie in dem erwähn- 
ten Holzschnitt seinen Niederschlag erfahren hat, ausgelöst worden sein. 
Koloristisch herrschen helle ungebrochene Lokalfarben, die mit feinstem 
Geschmack aneinandergereiht und durch einen warmen Gesarntton ver- 
bunden sind. 
Als Geschenk des Herrn Marczell von Nemes kamen zwei nieder- 
ländische Bilder des XVI. Jahrhunderts in die Galerie. Das eine ist eine fast 
lebensgroße Madonna von der Hand Adrian Isenbrants. Es handelt sich um 
Adrian lsenbrant, Madonna 
ein gutes Exemplar jener in 
Repliken aus dem ersten 
Drittel des XVI. Jahrhunderts 
besonders häufig vorkommen- 
den Komposition, die nach 
Winklersi Forschungen auf ein 
Original des Rogier van der 
Weyden zurückgeht. Während 
aber auf dem verschollenen 
Gemälde Rogiers - wie eine 
Nachzeichnung im Dresdner 
Kupferstichkabinett und eine 
Kopie in der Sammlung Car- 
valho in Paris beweisen - die 
Madonna in ganzer Figur auf 
dem Boden kauernd in einem 
Innenraum mit Ausblick auf 
einen Garten dargestellt ist, 
zeigen sämtliche Repliken des 
XVI. Jahrhunderts, die zumeist 
von Brügger Malern herrühren, 
g „Der Meister von Flemalle und Ro- 
gier van der Weyden". Zur Kunstgeschichte 
des Auslandes, Heft 103, Straßburg 1913, 
Seite 65H. ln Winklers Liste fehlt neben 
dem Budapester Bild auch das nahverwandle 
Exemplar, das als Nr. 48 (Gerard David) aus 
dem Besitze von M. J. Rikoff auf der Aus- 
stellung friihniederländischer Bilder zu sehen 
war, die 1906 in der Art Gallery of the Cor- 
poration of London stattgefunden hatte. (Eine 
kleine Abbildung im Ausstellungskatalog 
von Temple.) Das Budapester Bild mißt 
m75 : 59 Zentimeter.
	        

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