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Volltext: Monatszeitschrift XX (1917 / Heft 11 und 12)

Die reich- 
x haltige Samm- 
lung, die das 
Budapester 
Museum von 
Bildern der 
mailändischen 
Lionardo- 
Schule besitzt, 
wurde durch 
einI-Iauptwerk 
Gaudenzio 
Ferraris ver- 
mehrt, durch 
die Pieta der 
Sammlung 
Crespi, zu der 
dieAccademia 
Albertina in 
Turin den Kar- 
ton besitzt": 
Der Einfluß 
des großen 
Florentiners 
ist auf diesem 
der späteren 
Zeit Ferraris 
angehörenden 
Gemälde nur 
mehr im Ant- 
litz und in der großen Geste der Magdalena zu erkennen. Aus dem weichen 
malerischen Sfumato Lionardos hat sich unter dem Einfluß der Hoch- 
renaissance ein stark plastischer Stil herausgebildet. Die großen, vollrund 
modellierten Gestalten erfüllen die Bildfläche so völlig, daß die Köpfe des 
Nikodemus und des Joseph von Arimathia sichtlich Mühe haben, über die 
I-Iauptüguren hinweg auf den Beschauer herauszublicken. Im Sinne der 
I-Iochrenaissance sind auch die Farben der Bilder gewählt. Sie sind ge- 
schickt _ es herrschen Gelb, Orange und-Rot vor e um das blonde 
Inkarnat Christi gruppiert. 
Ebenfalls aus der Sammlung Crespi stammt eine kompositionell recht 
unbeholfene Beweinung Christi. Die Bestimmung auf Marco Marziale, den 
später in Cremona tätigen Schüler Gentile Bellinis, wurde von Geigeriiii ohne 
Berroldo di Giovanni, Der Raub der Europa 
i: Vemuri, „La Galleria Crespi in Milano", Mailand xgoo, Seite 267 H. 
i" "jahrbuch der Königlich preußischen Kunstsammlungen", XXXIII (xgxz), Seite 132.
	        

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