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Volltext: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 3 und 4)

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zu umgrenzen. Der Holländer Hubert Gerhard, dessen Schaffen und Werke 
hier besprochen werden sollen, ist im Süden Deutschlands der Hauptmeister 
jenes in Giovanni da Bologna kulminierenden italienisch-niederläindischen 
Stiles, der den Übergang 
von der Renaissance zur 
eigentlichen Barockkunst 
vermittelt. Auch auf das 
Grenzland Tirol erstreckt 
sich die Einwirkung seiner 
Kunst, wie unsere Unter- 
suchung ergeben wird. 
Das Dunkel, das über 
Gerhards jugendzeiti und 
dem mit Notwendigkeit vor- 
auszusetzenden längeren 
Studienaufenthalt in Italien 
liegt, vermögen wir zwar 
noch nicht aufzuhellen, im- 
merhin lassen sich aber 
doch die wichtigsten Da- 
ten seines Lebens und da- 
mit der äußere Rahmen für 
sein Wirken einigermaßen 
Fixieren. Gerhard muß in 
den Jahren 1540 bis 1550 
geboren sein, da er 1605 
ein „alter Mann" genannt 
. H: . 
Abb. 13. Das Märkische Museum zu Berlin. Bildnis der Großherzogin Wlrd- E1" Starb nach einer 
Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin, Kreidezeichnungvon Franz neueren Fgststellung erst 
Krüger in hohem Alter im ]ahre 
' Daß Gerhard Holländer war, beweist auch der Zusatz „Hollandß bei seinem Namen auf einem Stich 
des Lukas Kilian nach dem Erzengel der Michaelskirche. Nach Bub" stammte er aus Herzogenbusch: „Augsburg 
in der Renaissancezeit", Bamberg r8g3, Seite 94. Rogge erwähnt Huberts Bruder Heinrich Gerhard von Gorkbum 
(Gorinchem) als Mitarbeiter am Augustusbrunnen: „Die Augsburger Brunnen", Zeitschrift für bildende Kunst, 
XVII, r882, Seite 6. Vgl. R. Viseher, „Über das Denkmal des Hans Fugger in Augsburg", Jahrbuch der König- 
lich preußischen Kunstsammlungen". VIII, r887, Seite zog, und Buchwald, „Adriaen de Vries", Leipzig 189g, 
Seite 98. Auch Nagler kennt einen Bildhauer Heinrich Gerard, der r6o2 in Diensten des Herzogs Maximilian 
von Bayern in München tätig ist: „Künstlerlexikon". V, Seite ro3, vgl. Seite r r r. Heinrich ist auch der Vorname 
des ältesten Sohnes Huberts. Es ist daher möglich. daß Hubert zur Familie des aus Amsterdam gebürtigen 
Bildhauers Heinrich Gerhard gehörte, der, während des niederländischen Befreiungskrieges nach Kiel ver- 
schlagen, 1585 in Danzig starb und dessen Sohn unter dem Namen Gerhard Heinrich als Stadtbaumeister und 
renommierter Erzhildner bis zu seinem Tode (vor 15:5) in Breslau wirkte. 
" „Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses", Band XIX, 2, 
Reg. 16574. Über diese Urkunde siehe weiter unten im Text. 

	        

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